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Frachter-Kollision: Russischer Kapitän von britischer Justiz für schuldig befunden
Fast ein Jahr nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe in der Nordsee ist der russische Kapitän eines der beiden Frachter von einem Gericht in Großbritannien für schuldig befunden worden. Das Gericht verurteilte den Kapitän am Montag wegen fahrlässiger Tötung eines philippinischen Besatzungsmitgliedes, dessen Leiche nie geborgen wurde. Der Kapitän zeigte bei der Verurteilung keine Regung, das Strafmaß soll am Donnerstag bekannt gegeben werden.
Das Frachtschiff "Solong" der Hamburger Reederei Ernst Russ hatte am 10. März 2025 in der Nordsee den vom US-Militär gecharterten Tanker "Stena Immaculate" gerammt. Dieser ankerte zu diesem Zeitpunkt rund 20 Kilometer vor der Küste der britischen Grafschaft Yorkshire. Durch die Kollision brach auf beiden Schiffen Feuer aus, ein philippinisches Besatzungsmitglied der "Solong" kam ums Leben.
Die "Stena Immaculate" war zum Zeitpunkt der Kollision mit Flugbenzin beladen, das teils ins Meer lief. Eine zwischenzeitlich befürchtete Umweltkatastrophe konnte aber verhindert werden.
M.Carneiro--PC