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Prozess um tödliche Schüsse auf saarländischen Polizisten begonnen
Vor dem Landgericht Saarbrücken hat am Mittwoch der Prozess um tödliche Schüsse auf einen Polizisten im saarländischen Völklingen begonnen. Angeklagt ist ein zur Tatzeit 18-Jähriger wegen Mordes, versuchten Mordes und besonders schweren Raubes. Er soll den Polizisten am 25. August nach einem Raubüberfall auf eine Tankstelle in Völklingen erschossen haben, als dieser ihn bei seiner Flucht festnehmen wollte.
Ein weiterer Beamter wurde verletzt. Laut Anklage entriss er einem Beamten bei einem Gerangel dessen Dienstwaffe und feuerte mehrfach auf beide Polizisten - darunter erneut auf einen bereits verletzt am Boden liegenden Beamten. Die Staatsanwaltschaft legt dem Beschuldigten daher einen Mord aus Grausamkeit und Mordlust zur Last.
Zudem wird dem Angeklagten ein Mord zur Verdeckung des vorherigen Raubüberfalls vorgeworfen. Mit weiteren Einsatzkräften soll sich der Angeklagte während des Tatgeschehens einen Schusswechsel geliefert haben, bei dem er selbst zweimal von Kugeln getroffen und verletzt wurde.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll es in dem Prozess unter anderem auch darum gehen, den Vorbehalt einer etwaigen Sicherungsverwahrung zu prüfen. Die Tat löste großes Entsetzen aus. Bis Mitte April sind noch elf weitere Verhandlungstage angesetzt.
Der saarländische Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft forderte ein schnelles, konzentriertes und faires Verfahren. "Ein langwieriger Prozess bedeutet eine zusätzliche psychische Belastung für alle Beteiligten", erklärte die Gewerkschaft am Mittwoch.
E.Paulino--PC