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Durchhalteparolen für inhaftierte IS-Mitglieder: Deutsche Sympathisantin angeklagt
Die Bundesanwaltschaft hat eine mutmaßliche IS-Anhängerin angeklagt, die eine Initiative zur Gefangenenhilfe für inhaftierte Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) betrieben haben soll. Die deutsche Staatsbürgerin Nadine D. habe darüber fast 15.000 Euro an Spenden eingeworben, teilte die Karlsruher Behörde am Mittwoch mit. Sie habe außerdem dazu aufgerufen, Briefe mit Durchhalteparolen an IS-Mitglieder in Haft zu verfassen.
Die Initiative bestand der Behörde zufolge spätestens seit 2019. D. soll die Spendengelder über verschiedene Onlineprofile eingeworben haben. Sie seien an Gefangene oder deren Angehörige gegangen. Außerdem habe sie im Internet dazu aufgerufen, Briefe oder Fotos mit Durchhalteparolen zu schicken. So sollten die Inhaftierten den Angaben zufolge darin bestärkt werden, dem IS treu zu bleiben.
D. wurde im September in Düsseldorf festgenommen, sie sitzt in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr unter anderem die Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Oberlandesgericht Düsseldorf.
F.Ferraz--PC