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Umfrage: Viele Deutsche müde und erschöpft
Die Dauerkrisen schlagen auf das Seelenleben der Deutschen: Viele fühlen sich müde, erschöpft und antriebslos. In einer Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag, berichten 84 Prozent von 150 befragten Psychiatern und Psychotherapeutinnen von solchen Symptomen bei ihren Patienten im vergangenen Jahr. Im Jahr 2020 diagnostizierten nur 39 Prozent Erschöpfung.
Auch Traurigkeit mit 77 Prozent nahm demnach gegenüber 2020 um rund ein Drittel zu. 73 Prozent der Psychiater diagnostizierten Schlafstörungen, ein Anstieg um 18 Prozentpunkte gegenüber 2021. Auch Depressionen erreichten im Krisenjahr 2022 ihren vorläufigen Höhepunkt. Im vergangenen Jahr stellten 83 Prozent der Befragten die Diagnose Depression. 2020 hatten dies 50 Prozent der Psychiater bei ihren Patienten diagnostiziert, im zweiten Coronajahr 2021 waren es 74 Prozent.
97 Prozent der Befragten verzeichneten im vergangenen Jahr generell mehr Terminanfragen in ihren Praxen als vor der Coronapandemie oder zumindest gleich viele. 2020 hatte dies 66 Prozent betroffen. Nur drei Prozent der Befragten hatten weniger Anfragen von Patienten.
G.M.Castelo--PC