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Notfallseelsorge der christlichen Kirchen rückt zu 32.000 Einsätzen aus
Psychologisch geschulte Kriseninterventionskräfte der großen christlichen Kirchen sind im vergangenen Jahr bundesweit zu rund 32.000 Einsätzen gerufen worden. Das teilten die Evangelische Kirche in Deutschland und die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag gemeinsam in Hannover sowie Bonn mit. Die flächendeckend präsente Notfallseelsorge trage damit auch zu einer "gesellschaftlichen Resilienz" bei, erklärte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischöfin Kirsten Fehrs.
Kirchliche Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger gehören gemeinsam mit ähnlich geschulten Einsatzkräften anderer Organisationen zum Netzwerk der sogenannten psychosozialen Notfallversorgung. Dessen Mitglieder arbeiten eng mit Rettungsdiensten und Polizei zusammen, um Betroffene nach schweren Unfällen, Verbrechen, plötzlichen Todesfällen und anderen belastenden Ereignissen in der unmittelbaren Akutphase zu unterstützen.
Sie bewundere das hohe Maß an "Mitgefühl und Professionalität", mit dem Notfallseelsorgende den "brachialen Schmerz von Menschen mit aushalten, für die von einem Moment auf den anderen die Welt zusammenbricht", erklärte Fehrs. Der bei der Bischofskonferenz für die Notfallseelsorge zuständige Weihbischof Reinhard Hauke betonte: "Notfallseelsorge zeigt Kirche in einer ihrer wichtigsten Aufgaben: Menschen in existenziellen Krisen beizustehen." Besonders dankbar sei er für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen in diesem Bereich, die sich qualifizieren ließen.
Nach Angaben der beiden Kirchen leistet ihre Notfallseelsorge täglich im Schnitt mehr als 80 Einsätze ab. Neben Ehrenamtlichen gehören auch hauptamtliche Beschäftigte dazu. Die Statistik veröffentlichten sie anlässlich des 21. Ökumenischen Bundeskongresses Notfallseelsorge und Krisenintervention, der noch bis Freitag in Erfurt in Thüringen läuft.
G.M.Castelo--PC