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Blinken warnt chinesischen Spitzendiplomaten vor Hackerangriffen
Nach einem chinesischen Hackern zugeschrieben Angriff auf E-Mail-Konten westlicher Regierungen hat US-Außenminister Antony Blinken den chinesischen Spitzendiplomaten Wang Yi nach Angaben eines US-Regierungsvertreters vor Konsequenzen von Hackerangriffen gewarnt. Blinken habe "klar gemacht, dass jedes Handeln, das sich gegen die US-Regierung, US-Unternehmen und US-Bürger richtet, sehr beunruhigend für uns ist", sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter am Donnerstag.
Blinken traf Wang am Rande von Gesprächen des südostasiatischen Staatenbundes Asean in der indonesischen Hauptstadt Jakarta für mehr als anderthalb Stunden. Zuletzt hatten sich beide Spitzenpolitiker im Juni in Peking getroffen.
Der Softwareriese Microsoft hatte am Dienstag erklärt, Hacker aus China seien in E-Mail-Konten von rund 25 westlichen Organisationen und Behörden eingedrungen. Das US-Außenministerium untersucht nach eigenen Angaben den Vorfall.
Die Beziehungen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt hatten sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Dabei ging es vor allem um Handels- und Menschenrechtsfragen sowie den Umgang mit dem selbstverwalteten und demokratischen Taiwan, das von Peking als abtrünniges Gebiet betrachtet wird. Derzeit bemühen sich beide Seiten um einen Abbau der Spannungen.
F.Santana--PC