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Baerbock begrüßt Reaktion von Ecowas auf Staatsstreich im Niger
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat die Haltung der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) zum Staatsstreich im Niger begrüßt. Dass die Ecowas sowie die Afrikanische Union (AU) "in diesen entscheidenden Tagen geschlossen auftreten, ist ein klares Zeichen der Unterstützung für die Demokratie in Niger und darüber hinaus", erklärte Baerbock am Freitag in Berlin.
Die Außenministerin fügte hinzu: "Wir unterstützen die afrikanischen Bemühungen zur Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in Niger und erkennen an, dass die Staaten der Region dabei alle diplomatischen Mittel ausschöpfen wollen." Es sei im Interesse des Niger wie der gesamten Region, "dass sich die Putschisten jetzt endlich auf diese Vermittlungsbemühungen einlassen".
Die Ecowas hatte sich bei einem Sondergipfel am Donnerstag auf die Aufstellung einer Eingreiftruppe für den Niger geeinigt. Zugleich machte die Staatengruppe bei ihrem Treffen in der nigerianischen Hauptstadt Abuja jedoch deutlich, dass sie vorrangig auf eine diplomatische Lösung setzt.
Baerbock bezeichnete den Staatsstreich im Niger als "Scheidepunkt für die Zukunft der Sahelregion". Denn nur Demokratien hätten "die innere Kraft, den Menschen eine wirkliche Zukunftsperspektive zu bieten".
Im Niger war der demokratisch gewählte Präsident Mohamed Bazoum Ende Juli von Militärs gestürzt worden, die daraufhin die Macht übernahmen. Baerbock verurteilte "aufs Schärfste", dass die neuen Machthaber seither Bazoum und seine Familie "in Geiselhaft halten" und forderte deren unverzügliche Freilassung.
S.Caetano--PC