-
9/11-Gedenken in New York: Petition gegen muslimischen Bürgermeister Mamdani
-
Emirates fliegt künftig auch Berliner Flughafen BER an
-
Vereinigte Arabische Emirate investieren 40 Milliarden Euro in Deutschland
-
Linnemann will Gesundheitssystem effizienter machen
-
Militärkreise: Huthi-Miliz übernimmt Kontrolle von jemenitischer Hafenstadt Mocha
-
Erster Jahrestag: Trump erinnert an Kirk-Attentat und greift "radikale Linke" an
-
Vuelta: Küng gewinnt Zeitfahren in Andalusien - Roglic verkürzt
-
Präsident der Emirate erstmals auf Staatsbesuch in Deutschland - Milliardeninvestitionen erwartet
-
Vor Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD liegt weiter vor SPD
-
Steigende Preise: Europäische Zentralbank hebt Leitzins auf 2,5 Prozent an
-
Bericht: Länder rüsten sich für Abwehr von Drohnen
-
Frankreich droht TV-Sender wegen russischer Journalistin mit Verfahren
-
Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Sabotage an Stromnetz
-
SPD-Vize Schweitzer: Merz ist mit seiner Art keine Hilfe für Bundesregierung
-
EU-Behörde stuft Süßstoffe in Light-Getränken weiter als unbedenklich ein
-
Hohe Verluste durch Fehlinvestitionen von Krankenkassen in riskante Geldanlagen
-
Trump unter Druck: Zinsen für Langfrist-Anleihen fast auf 20-Jahres-Hoch
-
Bundeskanzler Merz empfängt Präsidenten der Emirate
-
Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung von Ausländern für Ukraine-Krieg vor
-
Sachsen-Anhalt: AfD will notfalls auch mit einer Stimme Mehrheit regieren
-
Bewerber diskriminiert: Gericht zeigt Grenzen für Entschädigungszahlugen auf
-
Prien verteidigt Kürzungen bei Familienleistungen
-
Urteil: Befristete Neuvermietung in Milieuschutzgebiet darf verboten werden
-
Frau in Badewanne ertränkt: Vier Jahre Haft wegen Totschlags in Rheinland-Pfalz
-
Prozess um Mord ohne Leiche: Lebenslange Haft in Saarbrücken
-
Regisseur Werner Herzog hat fast eine Million Follower - aber kein Smartphone
-
Tödliche Messerattacke in Supermarkt: Ermittler gehen von wahllos verübter Tat aus
-
Trump-Versprechen: 5000 Dollar für jeden US-Bürger bei Republikaner-Wahlsieg
-
Tödlicher Messerangriff in Freiburg: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
-
Fehl-Investitionen von Krankenkassen könnten Milliardenverlust zur Folge haben
-
Studie: Mehrheit wünscht sich "ernsthaften Dialog" zwischen Politik und Bürgern
-
Bahn-Chefin: Weniger Korridorsanierungen - und doch kaum Aussichten auf bald pünktlichere Züge
-
Berliner SPD-Spitzenkandidat Krach zu Ermittlungen: Habe niemals Geld angenommen
-
Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck
-
Vor Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD in Umfrage knapp hinter AfD
-
Bundesweiter Warntag: Behörden zieht erste positive Bilanz
-
Arbeitsunfall in Bayern: 50-Jähriger von tonnenschwerem Betonteil erschlagen
-
BVB setzt bei Karetsas auf weitere Untersuchungen
-
EuGH-Urteil zu Vodafone-Streit stärkt Position von Kunden
-
Frühere dänische Königin nach Schwächeanfall aus Krankenhaus entlassen
-
Anschlagspläne auf Synagoge: Jugendlicher IS-Sympathisant in Augsburg vor Gericht
-
Debatte über Umgang mit AfD nach Sieg in Sachsen-Anhalt hält an
-
Moskau: Mitarbeiter der britischen Botschaft plante im Auftrag Kiews Anschlag auf Diplomaten
-
Bär wirbt für "Wertepartnerschaften" bei Raumfahrt
-
Bayern gegen Dortmund am Samstagabend
-
Radsport: Florian Lipowitz im WM-Aufgebot für Montreal
-
Südkoreanischer Geheimdienst: Kim Jong Uns Tochter hat Bruder oder Schwester
-
Bundesfinanzhof: Metallverkauf nach Einäscherung ist für Krematorien steuerrelevant
-
Schrillende Handys und heulende Sirenen: Alarmsysteme an sogenanntem Warntag getestet
-
Unicef: Jedes zehnte Schulkind 2025 von klimabedingtem Schulausfall betroffen
Enquete-Kommission Afghanistan: Mängel bei Zielvorgaben und Kommunikation
Die Enquete-Kommission des Bundestages zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr hat deutliche Mängel bei den Zielvorgaben und der Kommunikation während der Mission benannt. "Zukünftige Engagements bedürfen einer ausformulierten Strategie, die klare, überprüfbare und realistische Ziele benennt und beabsichtigte Wirkungen definiert", heißt es in dem am Montag in Berlin vorgelegten Abschlussbericht.
Je nach Lageentwicklung sei es zudem wichtig, bei Einsätzen "über eine mit den Verbündeten abgestimmte Exit-Strategie zu entscheiden", heißt es weiter. Wesentlich seien zudem "eine fortlaufende Abstimmung und Kooperation" - sowohl auf nationaler Ebene innerhalb der Regierung und mit dem Parlament, ebenso aber auf internationaler Ebene mit EU, NATO, Vereinten Nationen sowie regionalen und lokalen Partnern.
Aufgabe der Kommission war es, "Lehren aus Afghanistan für das künftige vernetzte Engagement Deutschlands" zu ermitteln. Angeregt werden in insgesamt 72 Empfehlungen unter anderem eine systematische und unabhängige Evaluation sowohl während als auch nach Einsätzen der Bundeswehr. Die Regierung müsse in "einer klaren Kommunikation" kurz- und langfristige Ziele benennen, auch mit Blick auf die mit dem Einsatz verbundenen deutschen Interessen. Eine "konstruktive Fehler- und Lernkultur" soll gefördert werden.
Wichtig sei auch, eigene Fähigkeiten realistisch zu bewerten, heißt es in dem Text. Empfohlen wird außerdem die Einrichtung eines Kabinettsausschusses "zur besseren ressortübergreifenden strategischen Planung und Umsetzung". Alternativ könne der vorhandene Bundessicherheitsrat als Steuerungsinstrument dienen. Um auch kurzfristig auf Krisen reagieren zu können, wird der Aufbau einer strategischen zivilen Personalreserve vorgeschlagen. Entsprechend müsse die Bundeswehr einsatzrelevante Fähigkeiten vorhalten.
Mehrere Kommissionsmitglieder legten zu dem Abschlussbericht Sondervoten vor. Unter anderem Politikerinnen und Politiker der Grünen regen ein deutsches Verbindungsbüro in Kabul an, um internationale Unterstützung für die Menschen in Afghanistan, insbesondere auch für Frauen, unterhalb einer diplomatischen Vertretung zu erleichtern. Die Unionsfraktion dringt auf einen Nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt, um sicherheitsrelevante Informationen zentral zu bündeln und Effizienz und Schnelligkeit von Entscheidungen zu verbessern. Ein solches Gremium befürwortet auch die FDP, einige beteiligte Sachverständige verweisen jedoch auf die Verantwortung des gesamten Kabinetts.
Der Vorsitzende der Enquete-Kommission, der SPD-Politiker Michael Müller, sprach sich anlässlich der Vorlage des Abschlussberichts dafür aus, "neben der militärischen Landes- und Bündnisverteidigung das internationale Krisenmanagement nicht zu vernachlässigen". Zudem müssten die "diplomatischen, humanitären und entwicklungspolitischen Fähigkeiten" gestärkt werden. "Auslandsengagement darf nicht nur militärisch gedacht werden", betonte auch SPD-Obfrau Derya Türk-Nachbaur. Mit Blick auf die aktuelle Lage in Afghanistan warb sie für eine Fortsetzung der humanitären Hilfe für das Land.
Der Obmann der Unionsfraktion, Peter Beyer, wertete den Abschlussbericht als "solide Grundlage" für das weitere Vorgehen. Er forderte aber auch "eine echte Zeitenwende der Außen- und Sicherheitspolitik" und drängte ebenfalls auf einen Nationalen Sicherheitsrat. Für die AfD stellte deren Obmann Jan Nolte fest, der Einsatz der Bundeswehr hätte früher beendet werden müssen. Auch sei der Ansatz, "anderen Kulturen innerhalb kurzer Zeit neue Staatsformen und Werte aufzuzwingen", verfehlt gewesen.
Der 20-jährige Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan begann nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 und endete mit dem Truppenabzug und dann einem Evakuierungseinsatz wegen der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban 2021. Während es in der Enquete-Kommission um Lehren aus dem gesamten Einsatzzeitraum ging, konzentrierte sich ein paralleler Untersuchungsausschusses des Bundestages auf die chaotische Endphase der Mission und damit verbundene Versäumnisse.
F.Ferraz--PC