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US-Vizepräsident Vance zu Gesprächen in Israel eingetroffen
Im Bemühen um die Absicherung der geltenden Waffenruhe im Gazastreifen ist US-Vizepräsident JD Vance in Israel eingetroffen. "Willkommen in Israel, Vize-Präsident Vance", schrieb das israelische Außenministerium am Dienstag in Onlinediensten. Zusammen könnten beide Länder "eine bessere Zukunft absichern, inklusive der Freilassung der verbliebenen 15 Geiseln", fügte das Ministerium hinzu. Dazu veröffentlichte es ein Bild von Vance und seiner Frau Usha Vance beim Verlassen des Flugzeugs in Tel Aviv.
Vance wird voraussichtlich am Dienstag mit hochrangigen US-Sondergesandten für den Nahen Osten und Militärexperten zusammentreffen, welche die Waffenruhe überwachen. Israelischen Medienberichten zufolge wird er am Mittwoch in Jerusalem auch mit israelischen Politikern zusammentreffen, darunter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.
Das Waffenruhe-Abkommen war am 10. Oktober auf der Grundlage von Trumps Friedensplan in Kraft getreten. Am Sonntag warfen sich Israel und die Hamas jedoch gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe vor.
Zwei israelische Soldaten wurden der israelischen Armee zufolge am Sonntag im Gazastreifen getötet. Israel flog demnach dutzende Angriffe auf Hamas-Ziele im gesamten Gazastreifen, was es mit einer "eklatanten Verletzung" der Waffenruhe durch die islamistische Palästinenserorganisation begründete. Beide Seiten betonten aber, dass sie sich weiterhin zur Waffenruhe bekennen würden.
Zu der Waffenruhe-Vereinbarung gehört auch die Übergabe der vor zwei Jahren aus Israel in den Gazastreifen als Geiseln verschleppten Menschen. Im Zuge der ersten Phase des Abkommens hätte die Hamas neben den 20 von ihr in der vergangenen Woche übergebenen überlebenden Geiseln auch alle 28 toten Geiseln auf einmal an Israel überstellen müssen. Bis Montag übergab sie aber schrittweise nur 13 tote Geiseln. 15 Leichname sind nach wie vor im Gazastreifen.
Eine von Trump sowie Vertretern der Regionalmächte Ägypten, Katar und Türkei im ägyptischen Scharm el-Scheich unterzeichnete Friedenserklärung soll die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas absichern. Ägyptischen Medienberichten zufolge wird am Dienstag auch Ägyptens Geheimdienstchef Hassan Raschad zu Gesprächen in Israel erwartet. Dem ägyptischen Staatsfernsehen zufolge sind Treffen mit israelischen Vertretern sowie mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff geplant, der sich derzeit in Israel aufhält.
Der Krieg im Gazastreifen war durch den Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Die islamistische Palästinenserorganisation und verbündete Milizen töteten dabei nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Israel startete daraufhin eine Offensive im Gazastreifen. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach unabhängig nicht überprüfbaren Angaben der Hamas-Behörden im Gazastreifen mehr als 68.200 Menschen getötet.
C.Cassis--PC