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Neue AfD-Jugend: Beginn von Gründungstreffen verzögert sich wegen Protesten
Wegen massiver Protestaktionen hat sich der Start des Gründungstreffens der neuen AfD-Jugendorganisation im hessischen Gießen deutlich verzögert. Der für 10.00 Uhr am Samstag angesetzte Beginn der Veranstaltung in den Messehallen der Stadt konnte nicht eingehalten werden, da sich ein Großteil der 1000 angemeldeten Mitglieder noch auf dem Weg befand. Die Polizei meldete am Morgen mehrere Straßenblockaden, der Verkehr rund um die mittelhessische Stadt kam in Teilen zum Erliegen.
Eine gute Stunde nach dem geplanten Start des Gründungsparteitags waren lediglich wenige hundert Plätze in der Halle gefüllt, größtenteils blieben die Reihen leer. AfD-Ko-Chefin Alice Weidel kam am Vormittag in der Halle an - ebenso wie Ko-Parteichef Tino Chrupalla. Wann die zweitägige Gründungsveranstaltung der Generation Deutschland getauften Jugendorganisation beginnen kann, war zunächst unklar.
In der Innenstadt von Gießen und rund um die Veranstaltungshalle hatte sich wie erwartet Widerstand aus Politik und Zivilbevölkerung formiert. Das Protestbündnis Widersetzen versuchte mit Straßenblockaden den Zugang zu der Veranstaltung zu blockieren. Demnach waren am Vormittag mehr als 15.000 Aktivistinnen und Aktivisten auf der Straße.
Die Polizei räumte einzelne Blockaden. Dabei kam es Polizeiangaben zufolge vereinzelt auch zu gewaltsamen Zusammenstößen. Teilweise seien Einsatzkräfte mit Steinen und Flaschen beworfen worden. An einer Stelle seien laut Notrufen mehrere Fahrzeuge und Laternen beschädigt worden. An zwei Blockadeaktionen setzte die Polizei Wasserwerfer beziehungsweise Pfefferspray ein.
F.Santana--PC