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Epstein-Affäre: Schottischer Labour-Chef fordert Starmer zum Rücktritt auf
Der Chef der Labour-Partei in Schottland, Anas Sarwar, hat den britischen Premierminister Keir Starmer wegen des Skandals um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zum Rücktritt aufgefordert. "Die Ablenkung muss aufhören und die Führung in der Downing Street muss sich ändern", sagte Sarwar am Montag auf einer Pressekonferenz in Glasgow. Er bezeichnete Starmer als "anständigen Mann", der sein Leben in den Dienst des Landes gestellt habe. Es seien aber "zu viele Fehler passiert".
Starmer steht seit Tagen massiv unter Druck, weil er den früheren Labour-Minister Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA ernannt hatte - obwohl Starmer wusste, dass Mandelson nach Epsteins Verurteilung 2008 weiterhin Kontakt zu dem Sexualstraftäter hielt. Mandelson wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben.
Die Opposition, aber auch Mitglieder seiner eigenen Labour-Partei forderten deshalb Starmers Rücktritt. Sarwar ist der bisher ranghöchste Labour-Vertreter, der Starmer zum Rücktritt aufforderte.
Starmer lehnt einen Rücktritt ab und entschuldigte sich bei den Opfern Epsteins für die Ernennung Mandelsons. "Der Premierminister konzentriert sich auf seine Aufgaben", bekräftigte Starmers Sprecher am Montag. Starmer selbst sagte nach Angaben aus Regierungskreisen vor Beschäftigten in der Downing Street, er mache mit "Zuversicht" weiter. Nach dem Rücktritt seines Kabinettschefs Morgan McSweeney am Sonntag hatte zuvor auch sein Kommunikationschef Tim Allan seinen Rücktritt eingereicht.
G.Teles--PC