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Nordrhein-Westfalen: Starker Anstieg bei linksextremistischen Straftaten
In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl linksextremistischer Straftaten im Jahr 2025 deutlich angestiegen. Die Behörden zählten insgesamt mehr als 2400 Fälle und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, wie das Landesinnenministerium am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Im Jahr 2024 waren noch 1187 linksextremistische Straftaten verzeichnet worden. Die Zahl der Gewaltdelikte stieg demnach von 86 auf 153 Straftaten, diejenige der Sachbeschädigungen von 488 auf 1190.
Auch gezielte Angriffe auf die kritische Infrastruktur nahmen laut dem am Mittwoch veröffentlichten Lagebild Linksextremismus des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes zu. Dazu zählen etwa Sabotageakte an Bahnstrecken, Stromleitungen und Anlagen großer Unternehmen. Insgesamt wurden 2025 sechs Angriffe auf die Infrastruktur der Bahn registriert - gegenüber zwei im Vorjahr.
Wie andere Extremisten nutze auch die linksextremistische Szene soziale Medien, gemeinsame Aktionen und ein "Lifestyle-Image", um vor allem Jugendliche zu gewinnen, hieß es weiter. Die Szene werde zudem "vielfältiger" und reiche von Linksextremismus in Parteien über kommunistische Kleingruppen bis zu autonome Szenen.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte, die Gewaltbereitschaft im Linksextremismus habe deutlich zugenommen. "Die Taten werden brutaler, professioneller, persönlicher", betonte er. Begleitschäden würden dabei "im Namen eines vermeintlich höheren Ziels in Kauf genommen". Die Sicherheitsbehörden hätten "alle Feinde unserer Demokratie im Blick", fügte Reul hinzu.
A.Motta--PC