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Streit mit Trump: Spaniens Regierungschef Sánchez bekräftigt Kritik am Iran-Krieg
Der von US-Präsident Donald Trump vehement attackierte spanische Regierungschef Pedro Sánchez hat seine Kritik am US-israelischen Krieg gegen den Iran bekräftigt. Dieser Krieg sei "ein außerordentlicher Fehler, für den wir bezahlen werden", sagte Sánchez am Freitag im südspanischen Huelva. Trump hatte seine Attacke gegen Sánchez am Dienstag im Oval Office in der Gegenwart von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgetragen - der darauf verzichtete, den spanischen Kollegen vor laufenden Kameras in Schutz zu nehmen.
Sánchez hob nun das Recht von Verbündeten hervor, auf "Fehler" hinzuweisen. "Zwischen verbündeten Ländern ist es gut, dem anderen zu helfen, wenn er Recht hat - aber auch, ihm zu sagen, wenn er einen Fehler begeht, wie es hier der Fall ist", sagte Sánchez in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Amtskollegen Luis Montenegro.
Die bilateralen Beziehungen zwischen Verbündeten müssten "von Respekt geprägt sein, in einem Geist loyaler Zusammenarbeit und auf Augenhöhe", sagte der spanische Ministerpräsident. Im transatlantischen Verhältnis müsse "das Völkerrecht das Rückgrat bilden" und "Kooperation wichtiger als Konfrontation" sein.
Sánchez schlug aber auch versöhnliche Töne gegenüber den USA an. "Ich habe immens großen Respekt vor dem Amt des US-Präsidenten und eine sehr hohe Meinung von der amerikanischen Gesellschaft", betonte er.
Sánchez' Linksregierung hatte den USA nicht erlaubt, in Spanien gelegene Militärstützpunkte für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Trump drohte Spanien daraufhin einen vollständigen Handelsstopp an. Spanien verhalte sich "furchtbar" und "sehr unkooperativ", sagte Trump im Beisein von Merz.
Trump kritisierte dabei auch Spaniens Weigerung, seine Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. In diesem Punkt stimmte Merz dem US-Präsidenten ausdrücklich zu.
L.Henrique--PC