-
Drohnenvorfall in Leipzig: Dobrindt vermutet Verbindungen zu anderen Anschlagsplänen
-
US-Konzern OpenAI setzt auf potenziell weltgrößtes KI-Rechenzentrum in Ohio
-
Hitze und Trockenheit: Bauern erwarten leicht unterdurchschnittliche Ernte
-
Vergewaltigungsverdacht: Ermittlungen gegen früheren Pariser Priester
-
Coldcase in Rheinland-Pfalz: Prozessbeginn mehr als 30 Jahre nach Sexualmord
-
Schleswig-Holstein: Großrazzia wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Clanmilieu
-
Kriegsverbrechensvorwürfe auf Facebook: Gericht senkt Ordnungsgeld gegen Meta ab
-
Von Wahl in Niedersachsen ausgeschlossen: Auch AfD-Vizelandeschef scheitert vor Gericht
-
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten ziehen weiter an
-
Präsidentschaftswahl in Frankreich: Justizminister verzichtet auf Kandidatur
-
Zentrum Drohnensicherheit eröffnet - Dobrindt: Zentraler Baustein bei Abwehr
-
Bis 2031: BVB holt Veerman aus Eindhoven
-
Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin
-
Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr
-
204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht
-
Behörden: Feuerwehr will Brand im Osten Belgiens "endgültig einkreisen"
-
Drohende Gesundheitsgefahr durch Brand im Hohen Venn für Anwohner
-
Hessen verbietet israelfeindlichen Palästina-Verein
-
Bauernpräsident: Wetterumschwung rettet Ernte kaum
-
IMK-Vorsitzender Grote fordert klarere Strategie bei Drohnenabwehr
-
Matthäus sieht Kane als Hauptanwärter für Ballon d'Or
-
US-Regierung legt Bau von Grenzschutzanlage in Nationalpark in Texas auf Eis
-
Stärkster Anstieg seit 2016: 15 Prozent mehr Baugenehmigungen im ersten Halbjahr
-
Sachsen-Anhalts Regierungschef Schulze warnt vor Wahl des BSW
-
Landwirtschaftsminister Rainer: Lebensmittel werden wegen Dürre nicht sofort teurer
-
Erdbeben in Kolumbien: Shakira verspricht Hilfe beim Wiederaufbau von Schulen
-
Behörden: Region Moskau von 620 ukrainischen Drohnen ins Visier genommen
-
"Hat Spaß gemacht": Williams-Schwestern verlieren bei Comeback
-
Zverev beim Masters in Cincinnati im Achtelfinale
-
Südkoreas Präsident Lee: Manöver mit den USA sind nicht gegen Nordkorea gerichtet
-
Stress mit Olympia-Held Kukuk? "Darf keine Rolle spielen"
-
Organspende-Diskussion: CSU-Gesundheitsexperte zieht Vergleich zu Corona
-
Wahlkommission in Sambia: Präsident Hichilema für zweite Amtszeit wiedergewählt
-
Minister Dobrindt und Bär weihen neues Zentrum zur Drohnenabwehr ein
-
Social-Media-Sucht: Eröffnungsplädoyers im wegweisenden US-Prozess gegen Meta
-
Mordfall Tupac Shakur: Anklage spricht von Rache-Tat - Verteidigung widerspricht
-
Moskau droht London nach Bericht über Einsatz britischer Drohnen in Russland
-
Kushner: Gespräche mit dem Iran verlaufen "sehr positiv"
-
Generative KI in der Weiterbildung: Masterarbeit zeigt neue Rolle von Lehrenden auf
-
LiberNovo gibt einen Ausblick auf die Support Week 2026 und macht bessere ergonomische Unterstützung greifbar
-
Verhandlungsbeginn im Mordfall Tupac Shakur - Anklage spricht von Tat aus Rache
-
Wasserstand in zwei größten Stauseen der USA auf Rekord-Tief gesunken
-
Kushner: Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich
-
Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich
-
"Bärenstarke Leistung": Hockey-Männer in der Zwischenrunde
-
Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW-Vorstand kündigt Sonderparteitag an
-
Härtetest bestanden: Hockey-Männer in der Zwischenrunde
-
Trump deutet Kontakte mit Nordkoreas Machthaber Kim an
-
FIFA trennt sich von Betriebsdirektor Lamour
-
Haus-Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser aus Westjordanland fordert US-Schutz
Reform-Paket bis zum Sommer: Koalition einigt sich auf Fahrplan - Aus für Prämie
Nach wochenlangem Streit will sich die schwarz-rote Koalition zu einem politischen Kraftakt aufraffen. Bis zum Beginn der Sommerpause Anfang Juli will sie sich auf vier große Reformprojekte verständigen: auf Reformen des Rentensystems, der Einkommensteuer, des Arbeitsmarkts sowie auf Bürokratieabbau. Darauf einigten sich die Spitzen von Union und SPD in einem Koalitionsausschuss am Dienstagabend, wie am Mittwoch bekannt wurde. Die ursprünglich geplante Entlastungsprämie ist endgültig vom Tisch.
"Die Bundesregierung hat das Ziel und die Absicht, bis zur Sommerpause große Reformen auf den Weg zu bringen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Mit den Verabredungen im Koalitionsausschuss sei damit "der Rahmen gesetzt". Kornelius stellte klar: "Das Vorhaben der 1000-Euro-Prämie wird nicht weiter verfolgt." Der Bundesrat hatte die zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger geplante steuerfreie Prämie abgelehnt, weil die Steuerausfälle vor allem zu Lasten der Länder und Kommunen gegangen wären.
Konkrete Reformdetails wurden bei dem Treffen im Kanzleramt noch nicht geeint. Die Partei- und Fraktionsführungen verständigten sich nach Koalitionsangaben aber auf einen "Arbeitsprozess", um die tiefgreifenden Vorhaben strukturiert durchzusetzen - gerade auch angesichts der beträchtlichen koalitionsinternen Differenzen und der abzusehenden Kritik einer skeptischen Öffentlichkeit.
Zu dem Prozess zählt die Einbindung der Sozialpartner, also von Gewerkschaften und Arbeitgebern. Sie sollen Anfang Juni auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum Dialog mit dem Koalitionsausschuss ins Kanzleramt kommen. In einem weiteren Koalitionsausschuss vor der Sommerpause sollen dann in einem gemeinsamen Paket die Reformen, von Rente, Steuer, Arbeitsmarkt und Bürokratie beschlossen werden.
Diesen Prozess beschrieben SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Mittwoch in Nachrichten an ihre Abgeordneten. Die Nachrichten liegen AFP vor.
Die Koalition wolle "im Paket zu gemeinsamen Entscheidungen kommen", schrieben Spahn und Hoffmann. Die Koalition erarbeite "jetzt die Wegstrecke, um bis zur Sommerpause substanzielle Ergebnisse für den Zusammenhalt in unserem Land zu liefern", schrieb Miersch.
Mit der geplanten Bündelung der Reformen in einem Gesamtpaket trägt die Koalition laut Regierungssprecher Kornelius dem Umstand Rechnung, "dass es sich hier um zusammenhängende Systeme handelt, die alle entweder haushaltswirksam oder steuerwirksam sind, kostenwirksam sind oder einsparwirksam sind". Die verschiedenen Themen müssen dann "am Ende zusammengeführt werden".
Vereinbart wurde im Koalitionsausschuss des weiteren, die CO2-Bepreisung im kommenden Jahr stabil zu halten und nicht zu erhöhen. "Damit vermeiden wir 2027 zusätzliche Belastungen von bis zu 2,8 Milliarden Euro für Bürger und Wirtschaft", schrieb Miersch an die SPD-Abgeordneten. Die Spitzen von Union und SPD verständigten sich zudem darauf, den Haushalt 2027 fertig zu stellen, ohne auf Rücklagen zurückzugreifen. Damit erhält sie den Spardruck auf die Ministerien aufrecht.
Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, zeigte sich erfreut über die Bereitschaft der Koalition zur Einbindung der Sozialpartner. "Wir sind zu Gesprächen immer bereit", sagte sie den Funke-Zeitungen. "Jetzt warten wir auf eine konkrete Einladung mit einer konkreten Agenda."
Industrie und Handwerk begrüßten die Einigung der Koalitionsspitzen auf einen Reform-Fahrplan - und forderten zugleich weitere Entlastungen. An einem konkreten Arbeitsprozess habe es zuletzt gefehlt, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. Entscheidend sei, "dass daraus zügig ein umfassendes Reformpaket mit spürbaren Entlastungen für die Menschen und Unternehmen entsteht".
Ähnlich äußerte sich Handwerkspräsident Jörg Dittrich. Die Koalition habe "gut daran getan, keine weiteren unausgereiften Schnellschüsse zu liefern, sondern sich auf einen Arbeitsprozess zu verständigen, in dem die anstehenden Reformen sorgfältig vorbereitet werden sollen".
Die Opposition hingegen zeigte sich enttäuscht. Die Regierung Merz sei "völlig plan- und mutlos", sagte Linken-Chefin Ines Schwerdtner der "Augsburger Allgemeinen". Die Koalition habe weder eine Steuerreform zur Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen zustande gebracht noch die Sonderprofite der Mineralölkonzerne durch eine Übergewinnsteuer zurückgeholt.
Auch Grünen-Parteichef Felix Banaszak zeigte sich enttäuscht über das Ausbleiben konkreter Beschlüsse. "Das ist kein gutes Zeichen", sagte er im ZDF. "Die Leute warten darauf, dass eine Form von Entlastung bei ihnen ankommt."
SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese hingegen sieht die Koalition stabilisiert. "Wir haben wieder Tritt gefasst", sagte er den Funke-Zeitungen. "Nun gilt es, in dem wiedergefundenen Arbeitsmodus zu bleiben und vor dem Sommer politisch abzuliefern."
P.Serra--PC