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Iran-Krieg: Wadephul bekundet auf Nahost-Reise Solidarität mit Saudi-Arabien
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat während seiner Nahost-Reise dem vom Iran attackierten Saudi-Arabien Deutschlands Solidarität zugesichert. "Wir stehen solidarisch an der Seite Saudi-Arabiens, das in diese Eskalation hineingezogen wird, obwohl es nicht an dem Konflikt beteiligt ist", schrieb Wadephul am Mittwoch im Onlinedienst X unter Bezug auf den Iran-Krieg. Wadephul hatte zuvor seinem saudiarabischen Amtskollegen Faisal bin Farhan getroffen.
Die Angriffe des Iran auf die US-Botschaft in der saudiarabischen Hauptstadt Riad und auf "kritische Erdölinfrastruktur" im Land seien "zutiefst besorgniserregend", erklärte Wadephul. An den Iran appellierte er, "seine wahllosen Angriffe auf Nachbarstaaten, diplomatische Vertretungen und zivile Infrastruktureinrichtungen" einzustellen.
In einem Interview der ARD-"Tagesthemen" hatte Wadephul in Saudi-Arabien zuvor gesagt, er rechne nicht mit einem schnellen Ende des Iran-Krieges. Zu dieser Einschätzung sei er nach einem Treffen mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar in Israel und nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio gekommen. Es gehe Israel und den USA darum, das Arsenal des Iran zu zerstören.
Ein exaktes Ende des Krieges könne er nicht vorhersagen, sagte Wadephul weiter. "Aber ich glaube, wir müssen uns insgesamt noch auf eine gewisse Zeit einrichten, dass es weitergeht." Die Bundesregierung tausche sich mit ihren Partnern über die Auswirkungen des Krieges aus. Dabei gehe es etwa um die Energiepreise und potentielle neue Flüchtlingskrisen.
Wadephul betonte zudem, dass in dem Konflikt die territoriale Integrität des Iran gewahrt bleiben müsse. Es sei wichtig, "dass es dort kein Chaos gibt in diesem Land", sagte er. Das würde niemandem nutzen. Auch eine Ausweitung des Konfliktes müsse unbedingt vermieden werden. Das scheine auch ein Interesse vieler Golfstaaten zu sein, konstatierte der Bundesaußenminister.
Wadephul hatte am Dienstag Israel besucht und dort Außenminister Saar getroffen. Im Anschluss war er nach Saudi-Arabien weitergereist.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
L.Henrique--PC