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Teures Kerosin: Fluggesellschaften aus Asien und Australien erhöhen Ticketpreise
Die wegen des Iran-Krieges in die Höhe geschnellten Kerosinpreise veranlassen mehrere Fluggesellschaften aus dem asiatisch-pazifischen Raum, Zuschläge auf die Ticketpreise zu erheben. Air India kündigte eine "schrittweise Ausweitung" des Treibstoffzuschlags für In- und Auslandflüge an. Ähnliche Schritte gibt es auch bei der in Hongkong ansässigen Gesellschaft Cathay Pacific und der australischen Airline Qantas, wie die Unternehmen mitteilten.
Wegen der Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf die Ölversorgung hatte der weltweite Durchschnittspreis für Flugbenzin zu Wochenbeginn laut dem Referenzindex Platts 173,91 Dollar pro Barrel (159 Liter) erreicht - fast doppelt so viel wie im Januar und noch deutlich mehr als derzeit für Rohöl verlangt wird. Air India hob am Dienstagabend in einer Erklärung hervor, dass Kerosin "fast 40 Prozent der Betriebskosten einer Fluggesellschaft" ausmache.
Ab Donnerstag solle es deshalb nun einen Zuschlag von 399 Rupien (umgerechnet rund 3,74 Euro) für Inlandsflüge und 20 Dollar (17 Euro) für Flüge nach Südostasien geben, kündigte das Unternehmen an. Ab kommendem Mittwoch steigt demnach außerdem der Zuschlag für Flüge nach Europa um 25 Prozent auf 125 Dollar und für Flüge nach Nordamerika um 33 Prozent auf 200 Dollar.
Cathay Pacific kündigte am Mittwoch ebenfalls eine Erhöhung der Treibstoffzuschläge an - diese sollten "in Kürze" bekanntgegeben werden, sagte Unternehmenschef Ronald Lam. Qantas teilte mit, dass die Erhöhungen der australischen Airline "je nach Flugstrecke" variieren sollten; laut dem Sender Sky News Australia sollen es für internationale Flüge durchschnittliche rund fünf Prozent sein. Bei Thai Airways aus Thailand deutete Finanzchef Rut Rugsumruad gegenüber Investoren an, dass die Preise um zehn bis 15 Prozent steigen könnten.
Der Angriff Israels und der USA auf den Iran und die iranischen Vergeltungsangriffe in der Golfregion haben den Handel über die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus weitgehend lahmgelegt. Üblicherweise wird über diese Route rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion transportiert. Besonders gravierend sind die Auswirkungen für Asien: Nach Daten der US-Energieinformationsbehörde sind mehr als 80 Prozent des durch die Meerenge transportierten Öls und Gases für die Märkte in Asien bestimmt.
A.Santos--PC