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31 Betreuer für Schulkinder in Paris wegen sexueller Übergriffe suspendiert
In Paris sind seit Beginn des Jahres 31 Mitarbeiter der städtischen Nachmittagsbetreuung für Schulkinder wegen des Verdachts sexueller Übergriffe suspendiert worden. Insgesamt seien 78 Betreuer aus verschiedenen Gründen vorläufig freigestellt worden, teilte der neue sozialistische Bürgermeister Emmanuel Grégoire am Freitag mit. Der Kampf gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder in städtischen Einrichtungen sei eine "absolute Priorität" seiner Amtszeit, erklärte Grégoire.
Der 48-Jährige hatte während des Wahlkampfs erstmals öffentlich gemacht, als Schulkind selbst Opfer sexueller Gewalt im Schwimmunterricht gewesen zu sein. Grégoire kündigte einen etwa 20 Millionen Euro umfassenden Aktionsplan an, der unter anderem eine unabhängige Kommission vorsieht, die sich mit solchen Vorwürfen befasst.
Die Wut vieler Eltern, die sich in den vergangenen Monaten beschwert hatten, dass die Stadt zu wenig unternehme, sei "verständlich", sagte er. Im Wahlkampf hatte er angekündigt, die Bewerber für die Nachmittagsbetreuung gründlicher zu prüfen und auszubilden. Zudem solle sichergestellt sein, dass Erwachsene niemals mit einem Kind allein sein dürften.
Grégoire will außerdem einen Bürgerrat einberufen, um über die Gestaltung des Schulalltags zu diskutieren. In Paris gibt es in den öffentlichen Schulen am Mittwochnachmittag keinen Unterricht. In vielen anderen Kommunen ist der Mittwoch ganz schulfrei. An diesem Tag gehen viele Schulkinder in die außerschulische Betreuung, die von den Kommunen organisiert wird.
Nogueira--PC