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Deutsche Reeder: Durchfahrt der Straße von Hormus nur mit Sicherheitsgarantien
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) fordert Sicherheitsgarantien für Frachtschiffe, bevor die Durchfahrt der Straße von Hormus wieder aufgenommen werden kann. "Die angekündigte Waffenruhe und die Aussicht auf eine Öffnung der Straße von Hormus sind ein wichtiges und hoffnungsvolles Signal", erklärte der Verband am Donnerstag auf AFP-Anfrage. "Derzeit fehlen jedoch noch konkrete und belastbare Angaben dazu, wie eine freie und sichere Passage der Straße von Hormus praktisch sichergestellt werden soll."
Aus Sicht der deutschen Schifffahrtsbranche seien dafür drei Punkte entscheidend: Es brauche "erstens klare und belastbare Sicherheitsgarantien, zweitens eine enge und international abgestimmte Koordinierung zwischen den beteiligten Staaten und drittens transparente, praktikable Rahmenbedingungen für die Schifffahrt vor Ort", erklärte der Verband.
"Solange diese Voraussetzungen nicht verlässlich gegeben sind, bleibt die Lage angespannt", ergänzten die Reeder. Die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs könne also "nur schrittweise und koordiniert" erfolgen. Angesichts der hohen Zahl betroffener Schiffe brauche es "klare Verfahren für die Passage, funktionierende Kommunikation, eine verlässliche Verkehrslenkung sowie die Gewährleistung der Navigationssicherheit".
Nach mehr als fünf Wochen Krieg hatten sich die USA und der Iran am Dienstag auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Der Iran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus wieder zu öffnen - betonte jedoch, er werde die "Kontrolle" über die für den Welthandel wichtige Meerenge behalten. Trotz der Vereinbarung gibt es neue Angriffe in der Golfregion.
Nogueira--PC