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Macron ruft zu mehr europäischen Investitionen in Afrika auf
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich auf einem zweitägigen Wirtschaftsgipfel in Nairobi für mehr europäische Investitionen anstelle öffentlicher Entwicklungshilfe ausgesprochen. "Afrika ist auf dem Erfolgsweg und braucht Investitionen, um souverän zu sein", sagte Macron auf dem Treffen, das in der Linie früherer Frankreich-Afrika-Gipfel steht, aber in diesem Jahr in einem anglophonen Land stattfindet.
Früher hätten französische Spitzenpolitiker afrikanische Staats- und Regierungschefs häufig belehrt und ihnen erklärt, was sie bräuchten, sagte Macron weiter. "Aber das braucht Afrika nicht und will es nicht mehr hören." Mit Blick auf schrumpfende Budgets für Entwicklungszusammenarbeit ergänzte er: "Es trifft sich gut, denn wir haben auch nicht mehr die Mittel dafür."
Macron warb einmal mehr für Europa als verlässlichen Handelspartner. "Europa verteidigt die internationale Ordnung, Multilateralismus und den Rechtsstaat", sagt er. Dem gegenüber befänden sich die USA und China in einer "Logik des Handelskonfliktes". Insbesondere China verfolge mit Blick auf Exportbeschränkungen für Seltene Erden die Strategie eines "Raubtieres", betonte Macron. Europäische Staaten hingegen wollten "Partner auf Augenhöhe" sein.
Der Abzug französischer Streitkräfte aus den westafrikanischen Ländern Mali, Burkina Faso und Niger sei "keine Erniedrigung" gewesen. "Als man uns nach den Staatsstreichen nicht mehr wollte, sind wir eben gegangen", sagte er. Dies sei eine "logische Reaktion" gewesen, kein Rückschlag. Er zeigte sich optimistisch, dass die Staaten in der Sahelzone eines Tages wieder demokratisch gewählte Staats- und Regierungschefs bekämen.
L.Mesquita--PC