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Nach Pokalcoup: Bayer bleibt auf Erfolgskurs
Bayer Leverkusen hat seinen Winter-Endspurt nach dem Coup in München in der Fußball-Bundesliga ungebremst fortgesetzt. Vier Tage nach dem prestigeträchtigen Pokalerfolg bei den Bayern (1:0) erledigte der Double-Gewinner von Trainer Xabi Alonso durch das 2:1 (2:0) gegen den FC St. Pauli glanzlos seine Pflichtaufgabe - und feierte damit wettbewerbsübergreifend den fünften Sieg in Serie.
Ausnahmekönner Florian Wirtz (6.) brachte die Werkself früh sehenswert in Führung. Jonathan Tah (21.) legte für die effizienten und wiedererstarkten Rheinländer nach und machte den dritten Ligaerfolg nacheinander perfekt, auch wenn Morgan Guilavogui (84.) spät noch für Hochspannung sorgte. So aber behält der Meister auch die Bayern an der Tabellenspitze im Blick.
Nach dem Ausrufezeichen in München mussten die Leverkusener schnell den Schalter umlegen. Durch die Verletzungen von Victor Boniface und Patrik Schick, der in der Champions League am Dienstag gegen Inter Mailand wieder dabei sein könnte, fehlte Bayer dabei ein echter Stürmer. Es ergebe sich aber "die Chance", meinte Alonso, "etwas Neues zu probieren".
Sein Plan B schien jedenfalls umgehend aufzugehen. Wirtz ließ früh sein Können aufblitzen, als er erst Eric Smith aus vollem Lauf tunnelte und dann eiskalt zur Führung traf. Den Traumstart machte Bayer kurz darauf perfekt: Tah löste sich von seinem Bewacher und köpfte nach einer Ecke frei ein.
Die Leverkusener, die nach einem tristen Herbst kurz vor Weihnachten wieder zu ihrer Topform gefunden haben, schalteten im Anschluss aber in den Verwaltungsmodus. Gegen engagierte, aber offensiv zunächst harmlose Kiezkicker präsentierte sich die Bayer-Defensive dafür erneut stabiler als zu Saisonbeginn.
Die Werkself investierte aber nur so viel, wie sie musste. Dazu konnte Nathan Tella, Siegtorschütze in München und neu in Alonsos Startelf, die Lücke im Sturmzentrum nur teilweise füllen. Sein Treffer zum vermeintlichen 3:0 wurde aufgrund einer Abseitsposition nach Videobeweis zurückgenommen (44.).
Erstaunlich zurückhaltend begann Leverkusen nach der Pause, die Offensive um Wirtz blieb lange blass. Doch die Gäste, die am vergangenen Spieltag gegen Kiel (3:1) Selbstvertrauen getankt hatten, schafften es nicht, die Nachlässigkeiten des Favoriten zu bestrafen. Morgan Guilavogui (54./59.) verpasste gleich zweimal nur knapp den Anschlusstreffer.
Zu Beginn der Schlussphase suchte Alonsos Team wieder vermehrt den Weg nach vorne, Wirtz schloss bei einem der wenigen Angriffe aber zu überhastet ab (71.). Leverkusen ließ den Aufsteiger aus Hamburg mit der Führung im Rücken noch einmal herankommen, der eingewechselte Andreas Albers köpfte in der Nachspielzeit noch ans Außennetz.
F.Carias--PC