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DOSB, DFB und DBS bekräftigen Forderung nach Sportminister
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) schließen sich öffentlich der Forderung nach der Einsetzung eines Staatsministers für Sport an. "Wir brauchen endlich eine Stelle, an der alle Fäden zusammenlaufen und die die Interessen des Sports im Bundeskabinett vertritt", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte bereits auf seiner Mitgliederversammlung im Dezember einen Sportminister gefordert.
"Wir brauchen jemanden, der sich am Kabinettstisch exklusiv für den Sport einsetzen kann", hatte DOSB-Präsident Thomas Weikert damals in Saarbrücken gesagt. Traditionell fällt der Sport in den Verantwortungsbereich des Bundesministeriums des Innern und für Heimat, das sich im Schwerpunkt um Sicherheit kümmert. In dieser Konstellation sieht der organisierte Sport seine Interessen nicht ausreichend vertreten.
Mit Blick auf die Bundestagswahl am 23. Februar fordern Neuendorf, Weikert und DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher zudem eine Erhöhung der Sportförderung um jährlich zwei Milliarden Euro. "Ich bin einfach nur fassungslos, dass heute in Berlin und anderen Städten viele Kinder von Fußballvereinen nicht aufgenommen werden, weil die Infrastruktur fehlt", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Sport müsse in Deutschland endlich den Stellenwert erhalten, der ihm gesellschaftlich zustehe.
A.Silveira--PC