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Titelverteidiger Alcaraz folgt Musetti ins Halbfinale
Zwölf Siege und kein Ende in Sicht: Carlos Alcaraz ist bei den French Open locker ins Halbfinale eingezogen und damit nur noch zwei Erfolge von der erfolgreichen Titelverteidigung in Roland Garros entfernt. Der 22 Jahre alte Spanier besiegte am Dienstagabend in der vorletzten Spätsession des Turniers den US-Amerikaner Tommy Paul hoch überlegen 6:0, 6:1, 6:4 und steht zum dritten Mal in Folge unter den letzten vier beim Sandplatz-Klassiker.
Alcaraz spielt in Paris am Freitag gegen den Italiener Lorenzo Musetti um den Einzug ins Endspiel. Der Weltranglistenachte hatte sich zuvor am Dienstag 6:2, 4:6, 7:5, 6:2 gegen Altmaier-Bezwinger Frances Tiafoe aus den USA durchgesetzt und war nach Wimbledon 2024 zum zweiten Mal ins Halbfinale eines Major-Turniers eingezogen.
Die beiden weiteren Viertelfinal-Duelle bestreiten am Donnerstag zunächst der italienische Weltranglistenerste Jannik Sinner und der Kasache Alexander Bublik sowie dann in der Spätsession ab frühestens 20.15 Uhr die deutsche Nummer eins Alexander Zverev und Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic (Serbien).
Der Weltranglistenzweite Alcaraz, der im vergangenen Jahr das Finale in fünf Sätzen gegen Zverev gewonnen hatte, hat zuletzt im Halbfinale 2023 gegen Novak Djokovic ein French-Open-Match verloren, seitdem gewann er nun zum zwölften Mal in Folge. Dem Serben unterlag Alcaraz in der Zwischenzeit auch im Olympia-Finale 2024 an gleicher Stelle.
Gegen den an Nummer zwölf gesetzten Paul dominierte Alcaraz von Beginn an und sicherte sich nach 30 Minuten Satz eins - allerdings dauerte das zweite Spiel des Durchgangs alleine rund zehn Minuten. Auch danach blieb das Match einseitig, auch wenn Paul im dritten Durchgang etwas Gegenwehr leistete.
Musetti hatte zuvor mit den Bedingungen auf dem großen Court Philippe Chatrier zu kämpfen. "Es war bei dem Wind echt schwierig, sauber zu spielen", sagte der 23-Jährige, "ich war auch etwas müde, aber irgendwo habe ich noch die Extra-Energie gefunden, das Match zu gewinnen."
Musetti hatte im Vorjahr in Paris Olympia-Bronze geholt, nachdem er im Viertelfinale Zverev bezwungen hatte. Gegen Tiafoe, der zuvor bei neun Teilnahmen nicht über die dritte Runde von Paris hinausgekommen war, tat sich der favorisierte Italiener zeitweise schwer. Beide zeigten tollen Schläge, leisteten sich aber auch viele Fehler. Nach 2:47 Stunden verwandelte Musetti seinen dritten Matchball.
F.Moura--PC