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Matthäus: Hoeneß sollte sich "überlegter äußern"
Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat Bayern Münchens Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß aufgefordert, "sich in der Öffentlichkeit etwas mehr zurückzuziehen". Zumindest sollte sich der 73-Jährige "überlegter äußern", sagte Matthäus in der Sport Bild.
Hoeneß hatte zuletzt heftige Kritik an den Medien geübt. Es gehe "gar nicht mehr um Fußball, es geht nur um jeden Furz links und rechts daneben. Und da müsst ihr euch mal hinterfragen, ob das noch das ist, was die Zuschauer hören, lesen und sehen wollen", polterte der frühere Manager des Rekordmeisters am Rande der Meisterfeierlichkeiten der Münchner. Im Fall Florian Wirtz etwa hätten die Medien "wochenlang schönen Mist geschrieben".
Doch dass "viele Dinge" rund um die Bayern verbreitet würden, daran seien "nicht die Journalisten schuld", betonte Matthäus (64): "Diese kommen aus dem Verein selbst. Uli selbst hat ja vor rund einem Jahr gesagt, dass nichts mehr nach außen kommen wird. Das Gegenteil davon ist der Fall. Und natürlich gibt es dann Nachfragen, die man sich gefallen lassen muss."
Hoeneß kenne doch das Geschäft "seit fast 60 Jahren", so Matthäus weiter: "Er hat von den Medien profitiert, der Klub wurde auch deswegen so groß, wie er ist. Deswegen kann er nicht auf einmal nur draufhauen und sagen: Ihr spekuliert, wir geben die Fakten bekannt. Denn eines muss man auch einmal festhalten: Die Meldung vom geplatzten Wirtz-Wechsel hat nicht Uli Hoeneß bekannt gegeben."
Hoeneß sitzt beim FC Bayern im Aufsichtsrat. Zusammen mit Ex-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge ist Hoeneß aber öffentlich nach wie vor sehr präsent. Immer wieder verursachen die beiden Granden mit Aussagen zu aktuellen Themen Unruhe - auch intern.
H.Silva--PC