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Hellmann warnt vor Klagen in der 50+1-Frage
Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann hofft in der 50+1-Frage auf einen Kompromiss und warnt vor möglichen Klagen. "Ich weiß aus verschiedenen Fanszenen, inklusive unserer eigenen, dass das Thema 50+1 sehr, sehr hoch, teilweise höher als das Investorenthema gesehen wird", sagte der 53-Jährige im kicker: "Das ist zu Recht eine heilige Kuh des deutschen Fußballs. Es muss allen bewusst sein, dass es ein ganz schmaler Grat wäre, sich in eine juristische Auseinandersetzung zu begeben."
Er glaube, dass "ein so gravierendes Thema" die Fanszenen "aktivieren" würde. Das Bundeskartellamt hatte bezüglich der 50+1-Regel im Juni eine "vorläufige kartellrechtliche Bewertung" vorgenommen. Die Behörde hatte "keine grundlegenden Bedenken" gegen 50+1 geäußert, sieht allerdings Klagerisiken. Mit Blick auf die Ausnahmeklubs Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg, die Mitgliederproblematik bei RB Leipzig sowie hinsichtlich der Auseinandersetzung um klubinterne Weisungen (Hannover 96/Martin Kind) soll die Deutsche Fußball Liga (DFL) nachbessern.
Dies werde für das DFL-Präsidium "eine große Herausforderung", sagte Hellmann, seit 2022 selbst Mitglied des Gremiums: "Wir müssen versuchen, die Dinge in eine Einvernehmlichkeit zu bringen, von der ich heute auch noch nicht weiß, wie sie aussehen kann. Denn an Rechtssicherheit zum Bestand der 50+1-Regel sollte allen gelegen sein, um jahrelange juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden."
Er hoffe auf einen schnellen Kompromiss. "Wenn das Empfehlungspaket bis zum Jahresende auf dem Tisch liegt, glaube ich nicht, dass wir uns mit einem Liga-internen Prozess noch einmal zwei Jahre Zeit lassen können", führte Hellmann aus: "Mir fehlt die Fantasie, wie das gehen sollte. Ich bin der Überzeugung, dass wir sehr schnell versuchen sollten, eine Lösung zu finden."
C.Cassis--PC