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Hitzewelle in Frankreich bringt weitere Rekorde
Die massive Hitzewelle in Frankreich stellt immer neue Rekorde auf: Mit einer durchschnittlichen Mindesttemperatur von 22 Grad hat das Land in der Nacht zum Donnerstag zum zweiten Mal in kurzer Folge die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Der vorherige Höchstwert war mit 21,6 Grad erst in der Nacht zum Dienstag erreicht worden. Dienstag und Mittwoch waren zudem die heißesten Tage seit Aufzeichnungsbeginn.
Am Mittwochnachmittag starb ein Dreijähriger nahe Paris im Auto seiner Eltern. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Kind in einem unbeobachteten Moment selbstständig in das Auto geklettert. Da die Kindersicherung aktiviert war, konnte es anschließend nicht wieder hinaus. In der Sonne heizen sich Autos rasend schnell auf, sodass der Tod durch Hitzschlag droht.
Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu rief die höchste Bereitschaftsstufe für das Gesundheitssystem des Landes aus. Ziel sei es, "dem Gesundheitssystem zu ermöglichen, auf Dauer durchzuhalten und die Verwundbarsten zu schützen", erklärte er. Unter anderem soll das Krankenhauspersonal aufgestockt werden, nicht notwendige Operationen können verschoben werden.
Derzeit gilt in 72 von 101 französischen Départements die höchste Warnstufe - damit sind so viele Départements betroffen wie nie zuvor. In Paris war das Thermometer am Mittwoch auf 40,3 Grad geklettert. Es war erst das vierte Mal in 150 Jahren, dass in der Hauptstadt die 40-Grad-Marke überschritten wurde. Die landesweit höchste Temperatur wurde mit 43,8 Grad im Westen des Landes gemessen.
Die Gewerkschaft CGT appellierte an die Regierung, staatlich finanzierte Kurzarbeit bei Hitzewellen einzuführen. Die Regierung solle zudem Arbeit auf Baustellen am Nachmittag verbieten, sobald die höchste Hitze-Warnstufe gelte. Das Bildungsministerium meldete 3500 geschlossene Schulen, in 10.000 weiteren Schulen wurden die Stundenpläne an die hohen Temperaturen angepasst.
T.Resende--PC