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Großbritannien und Belgien erleben heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen
Sowohl Großbritannien als auch Belgien haben in diesem Jahr den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. In Großbritannien lag die Durchschnittstemperatur zwischen dem 1. Juni und dem 31. August nach Angaben der Wetterbehörde Met Office bei 16,5 Grad, für Belgien meldete das Königliche Meteorologische Institut (IRM) am Dienstag einen Wert von 20,3 Grad.
Im Vorjahr hatte der britische Durchschnittswert im Sommer noch bei 16,1 Grad gelegen. Nach mehreren Hitzewellen wurden in Kew Gardens im Westen von London am 13. August 38,1 Grad gemessen - der höchste Wert, seit die Temperaturen im Jahr 1884 aufgezeichnet wurden. Die Hitze wurde mit einer noch nie dagewesenen Trockenheit in England und Wales begleitet.
Ungeachtet jüngster Regenfälle und Gewitter in den vergangenen Tagen sind nach Angaben der Umweltbehörde EA noch immer fast drei Viertel Englands von Dürre betroffen. "Eine paar nasse Tage oder Wochen können den Effekt mehrerer außergewöhnlich trockener Monate nicht umkehren", erklärte EA-Chef Philip Duffy.
In Belgien lag die Durchschnittstemperatur an der Referenzstation in der Brüsseler Gemeinde Uccle erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen 1833 dem IRM zufolge bei mehr als 20 Grad. Dieser Wert kam demnach durch eine Rekordzahl sogenannter Hitzetage zustande, an denen die Temperatur bei über 30 Grad lag. Dieses Jahr gab es davon 15, während bislang fünf als normal galten. Nur im Jahr 1978 hat es mit insgesamt 18 mehr Hitzetage gegeben, dieses Mal wurden aber mehr Hitzewellen verzeichnet, die zudem früher eingesetzt hatten.
In ganz Europa hatte es in diesem Jahr außergewöhnlich hohe Temperaturen gegeben, die Monate Juni und Juli waren die heißesten, die jemals auf dem Kontinent gemessen worden waren. Wetterrekorde würden fortan häufiger fallen, was den Einfluss des menschengemachten Klimawandels auf die Temperaturen zeige, erklärte Amy Doherty vom britischen Met Office.
L.Carrico--PC