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Ölkonzern Saudi Aramco macht Quartalsgewinn von 30 Milliarden Dollar
Der saudiarabische Ölkonzern Aramco hat im Quartal von April bis Juni deutlich weniger Gewinn gemacht als im Vorjahreszeitraum. Grund sind die seitdem wieder gefallenen Ölpreise, die im Frühjahr 2022 wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in die Höhe geschossen waren. Im zweiten Quartal verdiente Saudi Aramco laut den am Montag veröffentlichten Zahlen rund 30 Milliarden Dollar (27,4 Milliarden Euro) und damit 38 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.
Schon im ersten Quartal war der Gewinn im Vorjahresvergleich um 19,25 Prozent gesunken. Saudi Aramco, zu 90 Prozent im Staatsbesitz, ist die Hauptquelle für die Finanzierung des Reformprogramms von Kronprinz Mohammed bin Salman, das Saudi-Arabiens Wirtschaft unabhängiger vom Öl machen soll. Analysten schätzen, dass für einen ausgeglichenen Haushalt ein Weltmarktpreis von rund 80 Dollar pro Barrel (159 Liter) nötig ist.
Das ist aktuell der Fall. Saudi-Arabien hatte im Juni begonnen, die tägliche Produktionsmenge zu drosseln, um den Preis nach oben zu treiben. Seitdem produziert das Land pro Tag rund neun Millionen Barrel. Möglich sind rund zwölf Millionen Barrel. Saudi Aramco soll die Kapazität bis 2027 auf 13 Millionen Barrel ausweiten.
Im vergangenen Frühjahr war der Ölpreis auf bis zu 130 Dollar pro Barrel gestiegen. Saudi Aramco machte 2022 einen Jahresgewinn von rund 161 Milliarden Dollar.
R.Veloso--PC