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Anteil der Steuern am Strompreis sinkt nach Wegfall der EEG-Umlage auf 29 Prozent
Der Anteil der Steuern am Strompreis in Deutschland ist nach dem Wegfall der EEG-Umlage im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Während fast zehn Jahre lang Steuern, Umlagen und Abgaben der größte Strompreistreiber waren und mehr als die Hälfte des Strompreises ausmachten, beträgt der Anteil aktuell nur noch 29 Prozent, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox zeigt, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch) vorliegt.
"Grund für den deutlich gesunkenen Staatsanteil ist der Wegfall der EEG-Umlage im vergangenen Jahr", sagte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. 2018 lag der Staatsanteil am Strompreis in Deutschland noch bei knapp 57 Prozent.
Allerdings zahlen die Deutschen im europäischen Vergleich immer noch sehr hohe Steuern und Abgaben für Strom. Höher sind die Abgaben nur in Dänemark und Polen mit jeweils 38 Prozent. Der Durchschnitt in den 27 EU-Ländern liegt bei 15 Prozent.
Ein Drei-Personen-Haushalt, der im Jahr 4000 Kilowattstunden verbraucht, zahlt aktuell 1583 Euro pro Jahr für Strom. Davon entfallen 350 Euro (22 Prozent) auf die Netznutzungsentgelte, 777 Euro und damit knapp die Hälfte (49 Prozent) geht an die Versorger für Beschaffung, Marge und Vertrieb. Steuern, Abgaben und Umlagen machen mit 456 Euro 29 Prozent des Strompreises aus, hieß es laut Verivox.
Storck wies darauf hin, dass eine geringere Abgabenlast nicht zugleich günstigere Strompreise bedeute: "Zwar hat das EEG-Aus preisdämpfend gewirkt, die hohen Beschaffungskosten fressen die Entlastung jedoch mehr als auf", sagte er.
V.Dantas--PC