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Verivox: Ratenkredite im August 154 Prozent teurer als vor anderthalb Jahren
Die Zinsen für abgeschlossene Ratenkredite haben einen neuen Höchststand erreicht. Wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox ergab, lagen sie im August im Schnitt bei 7,35 Prozent - damit waren Kredite 3,8 Prozent teurer als im Vormonat. Im Jahresvergleich verteuerten sie sich um 54 Prozent: Wer im August 2022 über Verivox einen Kredit abschloss, musste dafür im Schnitt 4,75 Prozent Zinsen zahlen.
Verglichen mit dem Tiefststand im Februar 2022 ergab sich gar ein Anstieg um 154 Prozent, damals waren im Mittel 2,89 Prozent fällig. "Kreditnehmer mit durchschnittlicher Bonität müssen für das gleiche Darlehen heute mehr als zweieinhalb Mal so hohe Zinskosten stemmen wie damals", rechnete das Portal aus. Die Auswertung lag AFP am Mittwoch vor.
Dabei erschwerte sich vor allem für Geringverdienende der Zugang zu Krediten. Denn die Banken setzten laut Verivox abgesehen von den höheren Zinsen "bei der Prüfung von Finanzierungsanfragen immer strengere Maßstäbe an". Das zeige sich auch an eigenen Daten.
So erhielten im August 2022 noch knapp zwei Drittel (64 Prozent) aller Kreditinteressierten, die über Verivox einen Ratenkreditvergleich vornahmen, mindestens ein Finanzierungsangebot. Ein Jahr später lag die Angebotsquote noch bei 58 Prozent. Besonders stark war der Rückgang in der unteren Einkommensgruppe.
L.Mesquita--PC