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Bahnstreik in Frankreich an einem Ferienwochenende
In Frankreich könnte ein Bahnstreik mitten in den Winterferien am kommenden Wochenende viele Reisende verärgern. Wegen eines Streiks der Zugchefs, die für Fahrkartenkontrollen und Sicherheit zuständig sind, würden etwa die Hälfte der Fernzüge ausfallen, teilte die französische Bahn SNCF am Mittwoch mit. Betroffen seien auch internationale Verbindungen mit dem Eurostar. Verkehrsminister Patrice Vergriete zeigte sich "überrascht" über den Streik, der von Donnerstagabend bis Montagfrüh dauern soll.
Mehrere Gewerkschaften hatten zu dem Streik aufgerufen, weil Zusagen des Unternehmens ihrer Ansicht nach nicht ausreichend erfüllt seien. Die Bahn hatte nach einem Streik der Zugschaffner über die Weihnachtsfeiertage 2022 zahlreiche Verbesserungen in Aussicht gestellt.
Der Chef von SNCF Voyages, Christophe Fanichet, bezeichnete den Streikaufruf als "unverständlich" und verwies auf bereits eingelöste Versprechen, unter anderem zusätzliche Stellen.
Der Streik betrifft unter anderem 9000 Kinder, die am Wochenende ohne Begleitung ihrer Eltern mit Betreuern der Bahn unterwegs sein sollten. Die Beförderung der Kinder habe am Wochenende Vorrang, erklärte der Fanichet. Etwa 85 Prozent von ihnen sollten die Reise antreten können, für die übrigen werde eine Lösung gefunden, sagte er.
Das Wochenende liegt für Reisende aus dem Großraum Paris in der Mitte der Schulferien, für mehrere andere Metropolen ist es das erste Ferienwochenende. Es wird insgesamt mit einer Million Reisenden gerechnet, insbesondere Hin- und Rückfahrten von Ski-Urlaubern.
Die Bahn will die Reisenden per SMS informieren, ob ihr Zug fahren wird oder nicht. Sie ruft dazu auf, für das Wochenende geplante Reisen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben und kündigte Ermäßigungen als Ausgleich für Ausfälle an.
L.Torres--PC