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Schwedischer Bezahldienst Klarna nimmt mit Börsengang fast 1,2 Milliarden Euro ein
Der schwedische Online-Bezahldienst Klarna hat mit seinem Börsengang in New York fast 1,2 Milliarden Euro eingenommen - und damit mehr als erhofft. Verkauft wurden rund 34,3 Millionen Aktien zu je 40 Dollar das Stück, teilte Klarna am Mittwoch mit. Damit lag der Ausgabepreis deutlich über der angestrebten Spanne von 35 bis 37 Dollar, die Einnahmen bei 1,37 Milliarden Dollar (1,17 Milliarden Euro).
Ein großer Teil der Aktien - 28,7 Millionen Stück - stammten von Anteilseignern. Das Unternehmen profitiert also nur zum Teil von den Einnahmen durch den Börsengang.
Klarna bietet unterschiedliche Online-Zahlungsmöglichkeiten an, auch die Bezahlmethode "Buy now, pay later" (Jetzt kaufen, später bezahlen). Mit der App des Unternehmens können Nutzerinnen und Nutzer zudem ihr Budget verwalten.
Drei schwedische Jungunternehmen gründeten das Unternehmen 2005 unter dem Namen Kreditor, 2010 wurde es in Klarna umbenannt. Seit 2017 hat Klarna auch eine Banklizenz. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 100 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 720.000 Händler den Bezahldienst. Täglich werden demnach 2,9 Millionen Einkäufe abgewickelt.
Der Umsatz des Unternehmens lag im vergangenen Jahr bei 2,8 Milliarden Dollar, der Nettogewinn bei 21 Millionen Dollar. Drei Viertel seiner Einnahmen macht Klarna mit der Gebühr, die Händler für die Dienstleistung zahlen. Der Rest sind Zinsen für Verbraucherkredite.
N.Esteves--PC