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Millenials müssen für Immobilienkauf doppelt so lange sparen wie Babyboomer
Junge Immobilienkäufer müssen einer Studie zufolge heutzutage doppelt so lange wie die Generation der Babyboomer für den Aufbau des nötigen Eigenkapitals sparen. Die sogenannten Millenials brauchen im Durchschnitt fast 14 Jahre, bis sie das übliche Eigenkapital von 20 Prozent beisammen haben, wie am Mittwoch veröffentlichte Berechnungen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ergaben.
In den 1980er Jahren reichte nach den Berechnungen für die Finanzierung einer Wohnung als Eigenkapital für den Kredit das 1,7-Fache des durchschnittlichen Jahreshaushaltseinkommens, heute seien dafür mehr als drei Jahresgehälter nötig. Bei einem Hauskauf habe in den 1980er Jahren das 3,6-fache Jahreseinkommen gereicht. In der Hochphase des jüngsten Immobilienbooms sei es das Siebenfache gewesen, aktuell seien es immer noch mehr als das Fünffache an Jahreseinkommen.
Die Wirtschaftsforscher sehen den massiv gestiegenen Eigenkapitalbedarf als das Hauptproblem bei der Erschwinglichkeit von Immobilien, dies habe sich durch den Preisboom bei Immobilien sowie die deutlichen Erhöhungen bei den Grunderwerbsteuern ergeben. Die monatliche Belastung durch Zins und Tilgung sei zwar auch gestiegen, aber nicht so deutlich. So mussten Menschen aus der Generation der Babyboomer rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Hypothek ausgeben, bei den Millenials seien es etwa 25 Prozent.
Nach Auffassung der Autoren sind wegen des erhöhten Eigenkapitalbedarfs immer mehr Menschen auf familiäre Transfers wie Schenkungen und Erbschaften angewiesen.
Nogueira--PC