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Papst Leo XIV. warnt vor militärischer Nutzung von Künstlicher Intelligenz
Papst Leo XIV. hat sich besorgt über den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im militärischen Bereich geäußert. Durch den anhaltenden technologische Fortschritt und die Nutzung von KI habe sich "die Tragik bewaffneter Konflikte verschärft", erklärte der Papst in seiner ersten Botschaft zum katholischen Weltfriedenstag am 1. Januar, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. "Es zeichnet sich sogar ein Prozess ab, in dem politische und militärische Führungskräfte durch eine zunehmende 'Delegation' von Entscheidungen über Leben und Tod von Menschen ihre Verantwortung an Maschinen abgeben."
Dies sei "ein beispielloser und zerstörerischer Verrat an den juristischen und philosophischen Prinzipien des Humanismus, die jeder Zivilisation zugrunde liegen und sie schützen". Der Papst hat seit seinem Amtsantritt im Mai wiederholt dazu aufgerufen, beim Einsatz von KI ethische Grundsätze zu beachten.
In seiner Botschaft beklagte Leo XIV. zudem, dass Religion für politische Zwecke missbraucht werde. "Leider gehört es zunehmend zum derzeitigen Gesamtbild, dass Worte des Glaubens Einzug halten in politische Kämpfe, dass Nationalismus gepriesen wird und dass Gewalt und bewaffneter Kampf religiös gerechtfertigt werden."
Das Oberhaupt der Katholiken kritisierte auch die weltweite Aufrüstung. Die Logik der militärischen Abschreckung - insbesondere durch Atomwaffen - stehe für "die Irrationalität von Beziehungen zwischen Völkern, die nicht auf Recht, Gerechtigkeit und Vertrauen beruhen, sondern auf der Angst und der Herrschaft der Stärke".
M.A.Vaz--PC