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Eurostar-Zugverkehr nimmt langsam wieder Fahrt auf
Wegen eines Problems mit der Stromversorgung war am Dienstag der gesamte Eurostar-Verkehr eingestellt worden. Reisende versuchten hektisch, rechtzeitig vor Silvester alternative Verbindungen von und nach London zu finden, einige Passagiere saßen laut Medienberichten stundenlang in einem Zug fest.
Ein Mann schilderte dem Sender BBC, er sei um 19.01 Uhr in den Zug von London nach Paris gestiegen, sei um 04.00 Uhr aber immer noch im Zug am Eingang des Tunnels unter dem Ärmelkanal gewesen. Der französische Sender BFMTV berichtete, Passagiere hätten bei Nacht in einem Zug ohne Strom, Licht, Heizung und funktionierende Toiletten festgesessen.
"Nichts Elektrisches funktioniert. Es gibt ein ernsthaftes Problem", berichtete ein Passagier dem Sender BFMTV aus einem Zug, der am Mittwochmorgen mit elfstündiger Verspätung im nordfranzösischen Lille eintraf.
Neben dem Stromproblem gab es auch einen liegengebliebenen Shuttle-Zug im Tunnel unter dem Ärmelkanal. Das Unternehmen LeShuttle betreibt Autozüge in dem Tunnel zwischen Folkestone in Südostengland und Calais in Nordfrankreich.
Im vergangenen Jahr war eine Rekordzahl von 19,5 Millionen Fahrgästen mit dem Eurostar gereist und damit 850.000 mehr Passagiere als 2023. Das Unternehmen sieht sich allerdings wachsendem Wettbewerb gegenüber: In den vergangenen Monaten hatten mehrere Unternehmen Vorhaben verkündet, die den Eurostar-Zügen Konkurrenz machen wollen. Bisher ist Eurostar das einzige Bahnunternehmen, das Züge unter dem Ärmelkanal zwischen London und dem europäischen Festland betreibt.
Nogueira--PC