-
Trump präsentiert neuen Hubschrauber-Landeplatz am Weißen Haus
-
Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida
-
Medien: Prinz Harry und seine Frau Meghan kehren zurück nach Großbritannien
-
Burnham will Obdachlose bis Weihnachten von der Straße holen und Teil seines Gehalts spenden
-
Trump plant Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr
-
Trump bringt Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr ins Spiel
-
Heim-WM ohne Satou Sabally: "Muss auf meinen Körper hören"
-
Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet
-
Thüringen: Misstrauensvotum gegen Regierungschef Voigt auf AfD-Antrag kommende Woche
-
DDR-Fluchtpläne in Verhör verraten: Rehabilitierung trotzdem möglich
-
Kim Jong Uns Schwester: "Ich weiß absolut nichts" von Gesprächen mit Donald Trump
-
Springen: Deutscher Blitzstart in der Soers - aber Vogel patzt
-
Evakuierungen in Monschau und Belgien wegen Waldbrands aufgehoben - Lage weiter "kompliziert"
-
Goldener Schuh: Kane die "Numero uno" in Europa
-
Arzt soll dutzende Kinder missbraucht haben: Landgericht Potsdam lässt Anklage zu
-
Tod von fünfjähriger Hind Rajab: Israel leitet strafrechtliche Ermittlungen ein
-
Stadt Monschau hebt Evakuierung wegen Waldbrands in Belgien auf
-
Gericht in Paris ordnet Auslieferung eines Antifaschisten nach Deutschland an
-
Deutschland Tour: Del Toro gewinnt Prolog
-
Schwedendemokraten-Chef strebt "für 2030 oder später" Amt des Regierungschefs an
-
Waldbrand im belgischen Hohen Venn eingegrenzt - Lage bleibt aber "kompliziert"
-
Schnieder: Sachsen-Anhalt muss Vorsitz von Ministerpräsidentenkonferenz nicht übernehmen
-
Hockey-Frauen bestehen im WM-Krimi und sichern Zwischenrunde
-
Bundesgerichtshof bestätigt Haftstrafe nach Totschlag an Ehefrau in Liebeszelle
-
Ukraine: Chmara als Nachfolger des populären Verteidigungsministers Fedorow bestätigt
-
China kritisiert EU-Untersuchung zu Übernahme von Mediamarkt-Konzern scharf
-
Vermisste 29-Jährige aus Baden-Württemberg offenbar in Schweden von Partner getötet
-
Thüringen: AfD beantragt erneut Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt
-
Merz verurteilt Aufruf Ben Gvirs zur gezielten Tötung von Palästinensern
-
Drei Jugendliche flüchten in Hessen mit gestohlenem Auto vor Polizei
-
Britischer Premier: Bis Weihnachten soll niemand mehr auf der Straße schlafen müssen
-
US-Prozess um Social-Media-Sucht: Staatsanwältin wirft Meta "Ausnutzung" von Kindern vor
-
Füllkrug-Rückkehr: "Emotion und Leidenschaft" als Lohn
-
Niedrige Gasspeicherstände: Wirtschaftsministerium beobachtet die Lage "genau"
-
Paris nennt Äußerungen des israelischen Ministers Ben Gvir "unerträglich"
-
Speyerer Bischof Wiesemann legt Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder
-
Scharfe Kritik an neuen US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof
-
Polizisten schießen auf 14-Jährigen mit Waffenattrappe nahe Haltestelle in München
-
Studie: Gebündelte Sozialleistungen können Armutsrisiko senken
-
Königin Camilla berichtet über Zeit nach Krebsdiagnose für Charles III.
-
Merz verurteilt Aufruf von Israels Ben Gvir zu Tötungen von Palästinensern scharf
-
"Finale dahoam"? München bewirbt sich um 2028
-
OpenAI zeigt ab Montag auch in Deutschland Werbeanzeigen bei ChatGPT
-
Moskau: Russland und Ukraine übergeben bei Gefangenenaustausch jeweils 103 Soldaten
-
Justizministerin Hubig will Mietern Einbau von Klimaanlagen erleichtern
-
US-südkoreanisches Manöver nach Trump-Kritik um fast die Hälfte der Zeit verkürzt
-
Hoeneß sichert Musiala Unterstützung zu: "Ich war sprachlos"
-
Merz verurteilt Äußerungen von israelischem Minister Ben Gvir scharf
-
Nord-Stream-Sabotage: Bundesanwaltschaft lässt ukrainischen Taucher erneut festnehmen
-
Kind bei Forstarbeiten in Bayern von umstürzendem Baum erschlagen
Bundesregierung einigt sich mit EU im Grundsatz auf Kraftwerksstrategie
Deutschland und die Europäische Union haben sich im Grundsatz zu Ausschreibungen für neue Kraftwerke geeinigt. Die EU-Kommission beabsichtige, "diese Maßnahmen so bald wie möglich zu genehmigen", sobald Deutschland die entsprechenden Gesetzesentwürfe vorgelegt habe, sagte ein Kommissionssprecher am Freitag in Brüssel und bestätigte die grundsätzliche Einigung. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die Übereinkunft am Donnerstag verkündet. Umweltschutzorganisationen kritisierten die Eckpunkte als klimaschädlich.
Im Rahmen der Kraftwerksstrategie sollen angesichts des steigenden Anteils erneuerbarer Energien zur langfristig stabilen Energieversorgung auch neue Kraftwerke gebaut werden. Sie sollen sogenannte Dunkelflauten ausgleichen, wenn Wind- und Solarstrom nicht hinreichend zur Verfügung stehen. Da die Kraftwerke als Back-up allerdings nur begrenzte Betriebszeiten haben sollen, benötigen sie für einen wirtschaftlichen Betrieb staatliche Fördermittel. Solche Subventionen müssen auf EU-Ebene beihilferechtlich genehmigt werden, weil sie einen Eingriff in den europäischen Strommarkt darstellen.
Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums kann nach der Grundsatzeinigung mit der EU noch in diesem Jahr eine Kraftwerksleistung von zwölf Gigawatt neu ausgeschrieben werden. Mit "kurzfristigen Ausschreibungen über zwölf Gigawatt neuer, zusätzlicher steuerbarer Leistung schaffen wir auch für die Zukunft die Grundlage für eine gesicherte Stromversorgung in Deutschland", erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Kraftwerke sollen bis 2031 in Betrieb gehen.
Für zehn Gigawatt davon ist laut Ministerium ein "Langfristkriterium" vorgesehen, die Kraftwerke müssten "aus Gründen der Versorgungssicherheit über einen längeren Zeitraum am Stück Strom erzeugen können". Hier könnten insbesondere auch Gaskraftwerke zum Zuge kommen, hieß es aus Ministeriumskreisen. Für die weiteren zwei Gigawatt sind demnach technologieoffene Ausschreibungen ohne dieses Langzeitkriterium vorgesehen. Das könnten etwa auch Batteriespeicher sein.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisierte, dass nur die Ausschreibungen für zwei Gigawatt Leistung technologieoffen erfolgen sollen. Mit dem Langfristkriterium würden "Technologien wie Batteriespeicher de facto ausgeschlossen", erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. Bei den restlichen zehn Gigawatt habe sich "Reiche mit ihrer planwirtschaftlichen Vorfestlegung auf Gaskraftwerke durchgesetzt". Das sei "eine schlechte Nachricht für Stromkunden und Klimaziele", führte Müller-Kraenner aus. "Es drohen unnötige Kosten und CO2-Emissionen."
2027 sowie 2029/2030 sollen "weitere Auschreibungen für steuerbare Kapazitäten" erfolgen, teilte das Ministerium weiter mit. Diese würden auch für bestehende Kraftwerke offen sein.
Die Kraftwerke müssen den Angaben nach allesamt in Zukunft auch auf Wasserstoff umgestellt werden können und bis 2045 "vollständig dekarbonisieren". Zudem soll es Anreize geben, die Kraftwerke schon früher umzustellen.
Die Strategie trage dazu bei, "die Stromversorgungssicherheit in Deutschland zu sichern sowie zugleich das deutsche Ziel der Klimaneutralität in 2045 einzuhalten", erklärte das Ministerium weiter. Der gesetzlich verankerte Kohleausstieg bis spätestens 2038 werde abgesichert "und die gesetzliche Vorgabe unterstützt, dass bis 2045 alle Kraftwerke emissionsfrei betrieben werden müssen".
Die SPD drang auf rasche Umsetzung. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Armand Zorn sagte der AFP, es komme "nun darauf an, dass nach dieser inhaltlichen Einigung schnellstmöglich die Gesetzesvorlage präsentiert wird, damit die formelle beihilferechtliche Genehmigung erteilt werden kann und die Ausschreibungen endlich starten". Zudem brauche es "jetzt zügig einen neuen Rahmen für die Erneuerbaren Energien, damit auch hier der Ausbau weiter an Dynamik gewinnt".
Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rief zum raschen Handeln auf. "Damit die Energiewirtschaft mit der Planung beginnen kann, muss die Bundesregierung jetzt Tempo machen und das Gesetz schnell, also möglichst noch vor diesem Sommer, das parlamentarische Verfahren durchlaufen", erklärte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Kerstin Andreae.
Kritik an den Plänen kam auch vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Die Einigung bedeutet, dass in Deutschland in den nächsten Jahren sehr viele neue klimaschädliche Gaskraftwerke gebaut werden", erklärte Verena Graichen vom BUND. "Smarte Lösungen" wie Speicher bekämen nur eine "Feigenblatt-Förderung." "Das ist eine Energiepolitik von gestern, die klimagerechte, kostengünstige Lösungen vernachlässigt und fossile Geschäftsmodelle subventioniert", fuhr Graichen fort. Sie warnte vor hohen Kosten für die Allgemeinheit.
Ferreira--PC