-
Niedrigwasser: Deutsche Bahn will alte Güterwaggons wieder in Betrieb nehmen
-
Nach Dialogrunde: Mehr als 130 politische Gefangene in Venezuela freigelassen
-
Bauarbeiter finden in Belgien Gold im Wert von neun Millionen Euro
-
Entwarnung bei Waldbrand in Rheinland-Pfalz: Feuer ist unter Kontrolle
-
Wechsel zu Hornets: 12. NBA-Station für Schröder
-
Silber im Ring: Craft holt nächste Diskus-Medaille
-
19,95 Sekunden: Ansah stürmt zu EM-Gold über 200 Meter
-
Trump: Werde Straße von Hormus "bald" zum US-Territorium erklären
-
Unbestimmte Auszeit: Siegemund verzichtet auf US Open
-
"Das war erst der Anfang": Hürdenläufer Agyekum gewinnt EM-Silber
-
40 Jahre nach Schmid: Hürdenläufer Agyekum gewinnt EM-Silber
-
Trump weist Bedenken wegen Bedingungen auf US-Flugzeugträger zurück
-
RSG-WM: Varfolomeev holt Gold im Mehrkampf
-
Schuldbekenntnis: Luigi Mangione gesteht tödliche Schüsse auf US-Versicherungschef
-
Kiel verdirbt Rapp die Rückkehr mit St. Pauli
-
Masters in Cincinnati: Altmaier und Hanfmann in Runde zwei
-
Gose schwimmt erneut zu Silber - Werner zu Bronze
-
Masters in Cincinnati: Altmaier kämpft sich in Runde zwei
-
Amazon-Gründer Bezos steigt mit Investorengruppe bei FC Liverpool ein
-
Radprofi Tarling stirbt nach Unfall bei Portugal-Rundfahrt
-
Schwimm-EM: Köhler holt Silber über 100 m Schmetterling
-
Mord an US-Versicherungschef: Schütze gesteht tödliche Schüsse
-
Gruppe um Bezos steigt beim FC Liverpool ein
-
Trump ruft im Streit um Ballsaal-Projekt den Obersten Gerichtshof an
-
Reit-WM: Hemmer holt Bronze vor Werth - Fry Weltmeisterin
-
Toter bei Waldbrand in Kroatien - Hunderte Menschen in Griechenland evakuiert
-
Trump zieht in Streit um seinen Ballsaal vor den Supreme Court
-
Urlaubsfotos von Macron auf Jetski lösen unter linken Politikern Empörung aus
-
Großer Waldbrand in Nordrhein-Westfalen: Fast 2000 Menschen fliehen vor Flammen
-
SPD-Politikerin Klose für Übergangszeit bei "Rente mit 63" - Widerspruch aus CDU
-
Wind dreht sich: Waldbrand bei Hürtgenwald weiter nicht unter Kontrolle
-
Französischer Verfassungsrat kippt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
-
Brände in Ferienregionen in Kroatien und Griechenland: Mehr als 2000 Menschen evakuiert
-
SNC SCANDIC PAY: Betala – över hela världen och utan gränser
-
स्कैंडिक पे: दुनिया में कहीं भी, बिना किसी सीमा के भुगतान करें।
-
SNC SCANDIC PAY: Platby po celém světě bez omezení
-
SNC SCANDIC PAY: Płatności na całym świecie bez ograniczeń
-
SNCスカンディックペイ):世界中で、制限なくお支払いいただけます
-
SNC 스칸딕 페이: 전 세계 어디서나, 제한 없이 결제하세요
-
斯堪迪克支付:全球無界支付
-
SNC SCANDIC ÍOC: Íoc in áit ar bith ar domhan, gan teorainn
-
CDU lehnt Gemeinschaftsaufgabe Hitzeschutz im Grundgesetz ab
-
SNC SCANDIC PAY: الدفع في جميع أنحاء العالم ودون حدود
-
СНК СКАНДІК ПЕЙ: Оплата по всьому світу без обмежень
-
СНК Скандик Пэй: Оплата по всему миру без границ
-
Mecklenburg-Vorpommern: 19 Landeslisten stehen endgültig fest
-
Trump ordnet bei neuen Flugzeugträgern Rückkehr zu alten Dampfkatapulten an
-
AfD-Wahlhelfer in Berlin attackiert
-
Hamburger Finanzbeamtin soll wegen Cum-Ex-Affäre vor Gericht
-
Belagerung von Palästinensern: Frankreich drängt Israel zur Festnahme von Siedlern
Zehntausende Menschen feiern Versammlungsfreiheit bei Pride Parade in Budapest
Bunt, fröhlich und stolz: In Budapest haben zehntausende Menschen der Hitze getrotzt und an der diesjährigen Pride Parade teilgenommen - der ersten seit der Abwahl des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orban. Viele der Teilnehmenden, darunter vor allem junge Menschen, schwenkten am Samstag kleine Fähnchen oder große Regenbogenbanner. Viele äußerten sich hoffnungsvoll, dass die LGBTQ-Rechte unter der neuen Regierung von Peter Magyar gestärkt werden könnten.
Laut einem Fotografen der Nachrichtenagentur AFP vor Ort beteiligten sich an der Demonstration mindestens 100.000 Menschen - weniger als im Vorjahr, als trotz eines Verbots mehr als 200.000 Menschen teilgenommen hatten. Doch sei die Menge größer als in den Jahren vor 2025 gewesen.
Die Veranstaltung für die Rechte sexueller Minderheiten fand trotz der hohen Temperaturen statt, die in der ungarischen Hauptstadt bei 40 Grad Celsius lagen. Die Organisatoren hatten aber besonders gefährdete Menschen aufgerufen, zuhause zu bleiben und die Parade im Internet zu verfolgen.
"Wir sind stolz auf uns selbst und auf alle anderen, dass wir hier sind und uns trotz der gefühlten 50 Grad Celsius auf dem Asphalt auf die Straße gewagt haben", sagte die 53 Jahre alte Lehrerin Zsuzsanna Naszalyi.
Zu den Teilnehmenden gehörte auch die 18-jährige Petra Toth, die mit ihrer Freundin aus dem Süden Ungarns angereist war. Die Lage für die LGBTQ-Community "verbessert sich vor allem aufgrund des Regierungswechsels immer weiter", sagte sie AFP. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.
Orbans Regierung hatte die Demonstration in Budapest im vergangenen Jahr unter anderem mit Verweis auf ein Anti-LGBTQ-Gesetz aus dem Jahr 2021 untersagt. 2025 wurde das Gesetz verschärft. Unter dem Grünen-Bürgermeister Gergely Karacsony, einem Gegner Orbans, wurde die Demonstration dennoch ausgerichtet. Trotz Verbots nahmen daran mehr als 200.000 Menschen teil - deutlich mehr als in den Jahren zuvor, als sich etwa 35.000 Menschen an der Demonstration beteiligt hatten.
Im Januar wurde deshalb Anklage gegen Karacsony erhoben. Anfang Juni ließ die Staatsanwaltschaft die Anklage jedoch fallen. Im April hatte der Europäische Gerichtshof geurteilt, dass die ungarischen Anti-LGBTQ-Gesetze gegen die EU-Grundfreiheiten verstießen.
Im Budapest Park, dem größten Open-Air-Veranstaltungsort der Hauptstadt, weht erstmals während des gesamten Pride-Monats eine Regenbogenflagge. Zwar gab es am Samstag auch zwei Festnahmen, nachdem die Demonstranten mit Gemüse beworfen worden waren.
Doch die Stimmung in der Bevölkerung habe sich "wirklich gewandelt", sagte der 60-jährige Teilnehmer Balazs Moczar-Boor. Er und sein Partner hätten erwogen, Ungarn zu verlassen, falls Orban im Amt geblieben wäre.
Ungarns neuer konservativer pro-europäischer Ministerpräsident Magyar, der Orban im Mai nach 16 Jahren als Regierungschef ablöste, hat sich zwar immer wieder für Gleichberechtigung und Versammlungsfreiheit ausgesprochen. Allerdings hat er bislang weder die Pride-Parade unterstützt noch Schritte unternommen, um die unter Orban in Kraft getretenen Anti-LGBTQ-Gesetze zu streichen.
Während seines Wahlkampfs hatte Magyar es vermieden, das Thema LGBTQ-Rechte anzusprechen. Seit seiner Wahl betont er jedoch, dass seine Regierung den Menschen nicht vorschreiben werde, wie sie zu leben hätten.
"Wir haben deutlich gemacht, dass unserer Ansicht nach jeder frei ist zu lieben, wen er will, und mit wem er will zu leben, solange er nicht gegen das Gesetz verstößt", erklärte Magyar Anfang Juni auf die Frage nach dem Recht auf Eheschließung und Adoption für gleichgeschlechtliche Paare. "Wenn der Wunsch besteht, dass wir diese gesellschaftlich und politisch sensiblen Themen ansprechen, sind wir offen für eine Debatte darüber", fügte er hinzu.
Vergangene Woche veröffentlichten mehrere Menschenrechtsorganisationen eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Regierung dazu aufforderten, LGBTQ-feindliche Gesetze aufzuheben. Amnesty International forderte Magyars Regierung auf, gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare einzuführen. Die Organisation verwies auf eine aktuelle Umfrage des Instituts Median - demnach befürworten 68 Prozent der Ungarn sowohl die gleichgeschlechtliche Ehe als auch die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare.
In Budapest seien die Menschen "ihrer Zeit voraus" und akzeptierten "jeden", sagte Lidia, die aus dem Norden des Landes angereist war und ihren vollständigen Namen nicht nennen wollte. Aber auf dem Land sehe die Welt "ganz anders" aus. Sie hoffe nun, "dass das Land wieder auf den richtigen Weg kommt und dass homosexuelle Menschen heiraten und Kinder adoptieren können". Das aber werde "Zeit brauchen".
E.Raimundo--PC