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Manövrierunfähiges Seebäderschiff vor Helgoland: Großeinsatz auf Nordsee
Ein manövrierunfähiges Seebäderschiff hat am Samstag vor Helgoland einen Großeinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eilten neben ihrem Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" auch ein Bergungsschlepper und ein Schiff der Bundespolizei dem mit 70 Menschen besetzten Havaristen zur Hilfe.
Den Angaben zufolge kam es an Bord der rund 68 Meter langen "Funny Girl" zu technischen Problemen, als sich diese etwa vier Seemeilen (knapp siebeneinhalb Kilometer) östlich der Insel auf der Nordsee befand. Zusätzlich erhielten die Einsatzleitzentrale der Seenotretter die Information, dass sich auf dem Seebäderschiff eine chronisch kranke Passagierin befand, die eventuell medizinische Hilfe benötige.
Wie die DGzRS in Bremen weiter mitteilte, nahm zunächst die "Hermann Marwede" den manövrierunfähigen Havaristen an den Haken, bevor die Reederei entschied, das Schiff zur Reparatur nach Cuxhaven an der Elbmündung zu bringen. Der vom Bund gecharterte Bergungsschlepper "Nordic" schleppte die "Funny Girl" daraufhin Richtung Cuxhaven, wo ein kommerzieller Schlepper den weiteren Transport übernehmen sollte. Die "Hermann Marwede" begleitete den Schleppverband zur Absicherung weiter.
Vor Helgoland herrschten laut Seenotretter Windgeschwindigkeiten bis zu 60 Stundenkilometer. Dazu kamen am Samtag bis zu drei Meter hohe Wellen.
P.Sousa--PC