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Investoren um 26 Millionen Euro betrogen: Unternehmer in Hildesheim verurteilt
Das Landgericht Hildesheim hat den ehemaligen Chef eines Immobilienentwicklers wegen Betrugs mit einem Schaden von 26 Millionen Euro zu knapp sieben Jahren Haft verurteilt. Die zuständige Kammer sprach den 65-Jährigen nach Angaben einer Gerichtssprecherin am Dienstag des vierfachen besonders schweren Betrugs schuldig und verhängte eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und elf Monaten. Vorausgegangen waren eine sogenannte Verständigung sowie ein Geständnis.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der ehemalige Geschäftsführer eines auf den Kauf und die Sanierung von denkmalgeschützten Immobilien spezialisierten Unternehmens seine Investoren nicht über die faktische Insolvenz seines Unternehmens aufgeklärt hatte. Er nahm auch weiterhin Darlehen an, wodurch die Geldgeber später erhebliche Vermögensverluste erlitten.
Angeklagt waren ursprünglich 56 Taten mit einem Gesamtschaden von etwa 56 Millionen Euro. Zu Beginn des Verfahrens wurde die Verhandlung aber auf einen Teilkomplex beschränkt. Die Prozessbeteiligten einigten sich zudem auf eine sogenannte Verständigung, um eine sehr langwierige Beweisaufnahme zu vermeiden. Dem Beschuldigten wurde im Gegenzug für ein Geständnis ein bestimmter Strafrahmen zugesichert. Dieser sagte danach entsprechend aus.
Das Strafmaß lag ungefähr in der Mitte dieses Rahmens. Die Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung lagen mit sieben Jahren und drei Monaten beziehungsweise sechs Jahren und neun Monaten Haft am oberen sowie unteren Ende der vereinbarten Spanne. Die Taten liegen bereits etliche Jahre zurück. Das Unternehmen geriet laut Anklage ab 2015 in Schieflage, spätestens ab Mitte 2018 soll der Mann die Insolvenzreife erkannt haben.
J.V.Jacinto--PC