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Händler verkaufte mehr als 50 geleaste Autos weiter - drei Jahre Haft
Weil er unberechtigt mehr als 50 geleaste Autos weiterverkaufte, ist ein Mann vom Landgericht Nürnberg zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Der 60-Jährige wurde des Betrugs in 51 Fällen schuldig gesprochen, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Zudem ordnete die Kammer die Einziehung von Taterträgen in Höhe von rund 350.000 Euro an.
Laut Anklage soll der Auto- und Sportgerätehändler aus Röthenbach an der Pegnitz mindestens 128 Autos bei einem Unternehmen im Rahmen sogenannter Kilometerleasingverträge angemietet haben. Davon soll er in den Jahren 2021 und 2022 mindestens 58 Autos an Kunden seiner Firmen weiterverkauft und ihnen einen großzügigen Preisnachlass gewährt haben. Laut Staatsanwaltschaft hatten die Fahrzeuge insgesamt einen Gesamtwert von rund 1,2 Millionen Euro.
Allerdings übergab der Angeklagte den Kunden keine Zulassungsbescheinigungen, so dass kein tatsächlicher Eigentumserwerb stattfand. Als der Betrug aufflog, mussten 25 Geschädigte die Autos zurückgeben. In 33 Fällen zahlten die geprellten Kunden im Rahmen eines Vergleichs einen neuen Kaufpreis, um die Fahrzeuge nachträglich übereignet zu bekommen. Das Urteil vom Freitag ist noch nicht rechtskräftig.
C.Amaral--PC