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US-Ermittler durchsuchen Epsteins ehemalige Ranch in New Mexico
US-Ermittler haben mit einer Durchsuchung der ehemaligen Ranch des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein im Bundesstaat New Mexico begonnen. Wie das Justizministerium von New Mexico am Montag (Ortszeit) mitteilte, ist die Durchsuchung Teil von im Februar eingeleiteten strafrechtlichen Ermittlungen wegen des Verdachts "illegaler Aktivitäten" auf der Ranch vor Epsteins Tod im Jahr 2019.
Die Abgeordnete Melanie Stansbury aus New Mexico erklärte, die Ermittler würden bei der Suche "nichts unversucht" lassen. Die Epstein-Opfer hätten "viel zu lange auf Gerechtigkeit gewartet" und New Mexico nehme bei der Aufklärung eine Vorreiterrolle ein, schrieb sie im Onlinedienst X.
Epstein soll nach Erkenntnissen der US-Bundespolizei FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben. Das US-Justizministerium hatte Ende Januar Millionen neue Dokumente zu dem Fall veröffentlicht - darin wird Epsteins "Zorro Ranch" in der Nähe von Santa Fe tausende Male erwähnt.
Der Multimillionär Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate Haft ab. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.
Nach Epsteins Tod hatte eine Frau ausgesagt, Epstein habe sie auf der Ranch vergewaltigt, als sie 15 Jahre alt war. Eine weitere Frau sagte aus, Epsteins wegen Sexhandels inhaftierte Komplizin Ghislaine Maxwell habe sie auf der Ranch an den Brüsten berührt, als sie im Teenageralter war.
F.Carias--PC