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Totes Neugeborenes in Gefrierfach in Niedersachsen: Freispruch für Mutter
Nach dem Fund eines toten Neugeborenen im Gefrierfach eines Kühlschranks ist die Mutter in Niedersachsen vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen worden. Das Landgericht Verden konnte nach Angaben eines Sprechers vom Donnerstag nicht feststellen, dass das von der inzwischen 33-Jährigen bei einer Hausgeburt 2024 in Achim allein zur Welt gebrachte Baby selbst bei einer sofortigen medizinischen Behandlung sicher überlebt hätte.
Eine Verteilung der Mutter wegen Totschlags durch Unterlassen war der zuständigen Kammer deshalb nicht möglich. Der Freispruch entsprach nach Angaben des Sprechers dabei auch der Forderung von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, die sich in ihren Plädoyers ebenfalls dafür ausgesprochen hatten. Das Urteil fiel am Dienstag.
Das tote Baby war einige Monate nach der Geburt Ende März 2025 in einem Pizzakarton im Tiefkühlfach eines Kühlschranks in der Wohnung der Angeklagten gefunden worden. Entdeckt hatte es deren Mutter, welche die Polizei informierte.
Die mittlerweile 33-Jährige wurde festgenommen. In der Anklage wurde ihr vorgeworfen, das Kind nach der Geburt nicht versorgt und so den Tod verursacht zu haben. Im Prozess spielte auch eine mutmaßliche Drogenabhängigkeit der Beschuldigten eine Rolle.
H.Silva--PC