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Parlamentarier: Erneut Toter bei ICE-Einsatz im Nordosten der USA
Im Nordosten der USA ist offenbar erneut ein Mensch bei einem Einsatz der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich in dem Ort Biddeford im Bundesstaat Maine, wie der Sprecher des Repräsentantenhauses von Maine, Ryan Fecteau, auf Facebook mitteilte. "ICE war beteiligt", schrieb er, ohne Details zu nennen.
Die Polizei des Bundesstaats und die Bundespolizei FBI hätten eine Untersuchung eingeleitet, schrieb Fecteau weiter. Sollten sich die Angaben bestätigen, wäre es der zweite Todesfall bei einem ICE-Einsatz binnen einer Woche - und der vierte seit Jahresbeginn. Vergangenen Dienstag hatte ein ICE-Mitarbeiter in Houston im Bundesstaat Texas bei einer Fahrzeugkontrolle einen Mexikaner niedergeschossen, der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Zu dem neuerlichen Vorfall erklärte die Gouverneurin von Maine, Janet Mills, sie sei "über die tödlichen Schüsse in Biddeford an diesem Morgen unter Beteiligung von Bundesbehörden" informiert worden. Ein Augenzeuge, Lucas Scott, sagte lokalen Medien, er habe mindestens vier Schüsse gehört, nachdem er gesehen habe, wie mehrere ICE-Beamte ein weißes Auto umrundet hätten. Die Kongressabgeordnete Chellie Pingree zeigte sich auf Facebook "zutiefst beunruhigt und wütend" über die Berichte. "Wir werden um ein weiteres Opfer trauern", schrieb sie.
Im Januar waren in der Stadt Minneapolis die US-Bürger Renee Good und Alex Pretti durch Schüsse von Bundesmitarbeitern ums Leben gekommen. Für den Tod der dreifachen Mutter Good wird ebenfalls ein ICE-Mitarbeiter verantwortlich gemacht, für den des Krankenpflegers Pretti ein Angehöriger des Grenzschutzes. Die Tötungen hatten die Proteste gegen die Massenabschiebungen von Präsident Donald Trump und gegen ICE weiter angeheizt.
B.Godinho--PC