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Haftstrafen in Mafiaprozess um versuchten Totschlag in Stuttgart
Das Landgericht Stuttgart hat in einem Mafiaprozess drei Angeklagte wegen versuchten Totschlags und räuberischer Erpressung zu Haftstrafen verurteilt. Die drei Angeklagten erhielten zwischen zwei Jahren und zehn Monaten sowie sechs Jahren, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. Demnach sah es die Kammer als erwiesen an, dass einer der drei Angeklagten einem Mann Kokain für insgesamt 12.000 Euro verkauft hatte.
Als dieser nicht zahlte, lockte er ihn in einen Kleingarten und schlug dort auf ihn ein. Die anderen beiden Angeklagten erpressten die Familie des Opfers. Mit dem Urteil blieb die Kammer unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die auf Strafen zwischen drei Jahren und drei Monaten sowie sechseinhalb Jahren plädiert hatte. Die Verteidigung forderte beim Hauptangeklagten maximal vier Jahre Haft, bei den anderen beiden Angeklagten beantragte sie jeweils einen Freispruch.
Am Stuttgarter Landgericht hatte es in den vergangenen Monaten mehrere Verfahren mit Mafiabezug gegeben. Beispielsweise wurde gegen einen Polizisten wegen der Weitergabe von Informationen verhandelt. Da wegen einer psychischen Erkrankung nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er schuldunfähig ist, wurde er freigesprochen. Zudem wurde ein 65-Jähriger wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs mit Lebensmittelbestellungen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.
C.Amaral--PC