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Rot leuchtender Spinnenfaden: Erstmals Genschere bei Spinnen eingesetzt
Forscher der Universität Bayreuth haben erstmals erfolgreich die Genschere bei Spinnen eingesetzt. Die Webspinnen produzierten nach der Gen-Editierung rot fluoreszierende Spinnenseide, wie die Universität am Donnerstag berichtete. Das Ergebnis sei vielversprechend für die Materialforschung. So könne die bereits sehr hohe Reißfestigkeit von Spinnenseide durch genetische Veränderungen noch weiter erhöht werden.
Beim sogenannten Crispr/Cas9-Gentechnikverfahren werden gezielt bestimmte Stellen in der DNA aufgespürt und durchtrennt. Danach kann der natürliche Reparaturmechanismus der Zelle genutzt werden, um ein Gen entweder auszuschalten oder ein neues Gen einzubauen. Die Genschere wurde bereits in einer Vielzahl von Studien beispielsweise in der Pflanzenzucht, der Biotechnologie und der Medizin eingesetzt.
Die Bayreuther Forscher verwendeten nun eine Injektionslösung, die neben den Komponenten der Genschere eine Gensequenz für ein rot fluoreszierendes Protein enthielt. Diese wurden in Eizellen unbefruchteter weiblicher Webspinnen injiziert, die danach mit artgleichen Männchen gepaart wurden. Deren Nachkommen hatten rot fluoreszierende Abseilfäden.
F.Carias--PC