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Evakuierung von Ausländern aus dem Sudan läuft auf Hochtouren
Angesichts der eskalierenden Gewalt im Sudan laufen die internationalen Bemühungen um die Evakuierung ausländischer Staatsbürger auf Hochtouren. Bis Montagvormittag wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als tausend EU-Bürger in Sicherheit gebracht, darunter rund 150 Deutsche. Laut Auswärtigem Amt sollten die Evakuierungen mithilfe von Bundeswehrflugzeugen am Montag fortgesetzt werden. Nach zehn Tagen heftiger Kämpfe im Sudan scheint die vor vier Jahren begonnene Demokratisierung des Landes vorerst gescheitert.
Am Montagmorgen landete die erste Bundeswehrmaschine im Zuge der Evakuierungsaktion in Berlin. "101 Deutsche, ihre Familien und Angehörige weiterer Partnerstaaten" seien mit einem Flugzeug der Luftwaffe in der Hauptstadt gelandet, erklärte das Auswärtige Amt im Onlinedienst Twitter. "Wir planen natürlich diese Evakuierung heute noch fortzusetzen", sagte ein Ministeriumssprecher später vor Journalisten Berlin. Dies hänge aber "ganz entscheidend von der Sicherheitslage vor Ort ab".
Die Bundeswehr-Maschinen landeten zunächst auf dem Luftwaffenstützpunkt al-Asrak in Jordanien. Nach der Landung von zwei Maschinen mit jeweils 101 und 113 Menschen an Bord am Sonntagabend sowie in der Nacht landete am Montagmorgen um 02.25 Uhr auch die dritte Bundeswehrmaschine mit 97 Menschen an Bord in Jordanien, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos sagte. An dem Einsatz seien neben den rund 150 in al-Asrak stationierten Bundeswehrkräften mehrere hundert Soldatinnen und Soldaten beteiligt.
Insgesamt seien mit den drei Flugzeugen vom Typ Airbus A400M "sowohl deutsche Staatsbürger als auch Angehörige anderer Nationen" ausgeflogen worden. Die Evakuierungen hätten "gut funktioniert". Etwa die Hälfte der ausgeflogenen Menschen seien deutsche Staatsbürger, sagte der Sprecher des Außenamts. Bei den anderen handele es sich um EU-Bürger oder Staatsangehörige anderer Nationalitäten. Genaue Zahlen konnte die Bundesregierung zunächst nicht nennen.
Einige Deutsche hätten das Land auch schon auf anderen Wegen verlassen, sagte der Außenamtssprecher. Er verwies auf einen Konvoi der Vereinten Nationen in die Hafenstadt Port Sudan. Auf die Frage, ob auch sudanesische Ortskräfte Deutschlands ausgeflogen worden seien, sagte der Sprecher, es gebe zunächst einen gesetzlichen Auftrag zur Rettung von Deutschen und EU-Bürgern. Mit den Ortskräften stehe die Regierung in Kontakt.
Aufgrund der anhaltenden Kämpfe in Khartum hatten Deutschland und zahlreiche andere Länder Evakuierungseinsätze für ihre Staatsangehörigen in dem nordostafrikanischen Land gestartet, darunter Ägypten, China, Frankreich, Italien, Saudi-Arabien, Spanien, Südafrika und die Türkei. Zuvor hatten bereits die USA und Großbritannien Botschaftsmitarbeiter aus Khartum ausgeflogen.
Der internationale Flughafen in Khartum ist nach Kämpfen nicht mehr in Betrieb. Die meisten Ausländer wurden von kleineren Flugpisten in der Umgebung ausgeflogen. Lange UN-Konvois machten sich gleichzeitig auf den 850 Kilometer langen Weg nach Port Sudan am Roten Meer.
Nach Angaben des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell wurden bis Montagvormittag mehr als tausend EU-Bürger aus dem Sudan evakuiert. "Es ist eine komplexe Aktion gewesen und es ist eine erfolgreiche Aktion gewesen", sagte Borrell. Unter den Evakuierten waren demnach auch 21 Diplomaten der EU-Vertretung in Khartum.
Der EU-Botschafter im Sudan befindet sich demnach nach wie vor im Land, hat aber die Hauptstadt verlassen. Nach Angaben eines EU-Vertreters befanden sich am vergangenen Freitag noch ungefähr 1500 EU-Bürger in Khartum.
Im Sudan liefern sich Einheiten der Armee und der paramilitärischen RSF-Miliz seit mehr als einer Woche erbitterte Kämpfe. Zuvor war eine Einigung zur Eingliederung der RSF-Miliz in die Streitkräfte gescheitert. Mehrere vereinbarte Waffenruhen wurden gebrochen. Am Montag dauerten die Kämpfe zwischen Armee und RSF in Khartum und im ganzen Land an.
Bei den Gefechten wurden nach UN-Angaben bereits mindestens 427 Menschen getötet und mehr als 3700 weitere verletzt. In weiten Teilen des Landes herrscht Mangel an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff, es kommt zu Ausfällen bei der Strom- und Internetversorgung.
Laut UNO versuchen tausende sudanesische Zivilisten in den Tschad, nach Ägypten und in den Südsudan zu fliehen. Unter den Flüchtlingen sind auch Südsudanesen, die vor dem Bürgerkrieg in ihrem eigenen Land geflohen waren.
Frankreich gab am Montag bekannt, seine Botschaft im Sudan "bis auf weiteres" zu schließen. "Die französische Botschaft im Sudan ist kein Sammelpunkt mehr für Menschen, die Khartum verlassen wollen", teilte das Außenministerium mit. Die französische Botschaft im Sudan arbeite weiter unter Verantwortung der Botschafterin von Paris aus.
L.Carrico--PC