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Parteiloser Bewerber und AfD-Kandidat bei OB-Wahl in Frankfurt an der Oder in Stichwahl
Im Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters im brandenburgischen Frankfurt an der Oder steht eine Stichwahl zwischen dem parteilosen Bewerber Axel Strasser und dem AfD-Kandidaten Wilko Möller an. Der 48-jährige Strasser, bislang Referent bei der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg, kam am Sonntag im ersten Wahlgang laut offiziellen Zahlen auf 32,4 Prozent der Stimmen. Der 58-jährige Landtagsabgeordnete Möller erreichte demnach 30,2 Prozent.
Die CDU-Kandidatin Désirée Schrade kam mit 28,8 Prozent auf Platz drei vor Simona Koß von der SPD, die 8,6 Prozent erreichte. Die 38-jährige Schrade ist Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung und wurde unter anderem vom früheren Amtsinhaber René Wilke (parteilos), den Grünen und der FDP unterstützt. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,4 Prozent. Die Stichwahl zwischen Strasser und Möller steht in drei Wochen am 12. Oktober an.
Die Wahl war nötig, weil Wilke im Mai zum Brandenburger Innenminister berufen worden war. Er war im vergangenen Jahr wegen der Haltung der Linken zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aus der Partei ausgetreten. Im Landeskabinett wurde er Nachfolger der SPD-Politikerin Katrin Lange, die nach heftiger Kritik als Folge der Entlassung von Verfassungsschutzchef Jörg Müller zurückgetreten war.
J.Oliveira--PC