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Grünen-Geheimdienstexperte fordert nach Drohnensichtungen Lagebild
Angesichts zunehmender Vorfälle mit Drohnen hat der Grünen-Fraktionsvize und Geheimdienstexperte Konstantin von Notz die Erstellung eines Lagebilds gefordert. Es sei wichtig, dass sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) endlich vernünftig dieses Themas annehme, sagte von Notz am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Dafür müssten die Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes eng zusammenarbeiten. Die Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, wo Angriffe stattfinden und wer mutmaßlich dahinterstecke.
Es sei völlig ohne jeden Zweifel, dass Russland gegen Europa einen hybriden Krieg führe, so von Notz. "Man sieht das durch die Desinformationskampagnen, man sieht das bei dem Verschicken durch so genannte Wegwerf-Agenten von Brandsätzen in DHL-Flugzeugen, und man sieht das jetzt mit diesen Drohnenflügen", sagte der Grünen-Politiker. In Oslo und Kopenhagen, aber auch etwa in Schleswig-Holstein seien Drohnen gesichtet worden.
Damit wolle man die Bevölkerung verunsichern und verstehen, wie der Gegner aufgestellt ist. Aber auch Kapazitäten sollen aus Sicht des Geheimdienstexperten gebunden werden, "damit die Demokatien Geld in diese Bereiche stecken und vielleicht nicht mehr ganz so viel Material in die Ukraine liefern."
P.Queiroz--PC