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Wichtiger Schritt bei Aufrüstung: China stellt dritten Flugzeugträger "Fujian" in Dienst
China hat seinen dritten Flugzeugträger in Dienst gestellt. Die 2022 vom Stapel gelassene "Fujian" wurde am Freitag in Anwesenheit von Staatschef Xi Jinping in die Flotte der chinesischen Marine aufgenommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, fand die Zeremonie mit 2000 Teilnehmern an einem Hafen der südchinesischen Insel Hainan statt, ihr wohnten demnach Marinesoldaten und am Bau der "Fujian" beteiligte Arbeiter bei.
Xinhua schrieb von einer "grandiosen und begeisterten" Stimmung. Staatschef Xi sei an Bord der "Fujian" gegangen und habe sich über deren Entwicklung sowie ihre militärischen Fähigkeiten unterrichten lassen - insbesondere über das elektromagnetische Katapult-Startsystem für Flugzeuge.
Die "Fujian" ist der erste vollständig im Land entwickelte und gebaute Flugzeugträger mit Flugzeugkatapult und stellt für China einen wichtigen militärischen Fortschritt dar. Zudem ist sie weltweit erst der zweite Flugzeugträger mit elektromagnetischem Katapult. Bislang ist ein solches nur auf der 2017 in Dienst gestellten "USS Gerald Ford" der US-Marine verbaut, die als der weltweit größte Flugzeugträger gilt.
Elektromagnetische Flugzeugkatapulte (EMALS) werden auf Flugzeugträgern der neuesten Generation für Flugzeugstarts eingesetzt, sie sollen die zuvor lange üblichen dampfbetriebenen Katapulte ersetzen. Elektromagnetische Katapulte ermöglichen unter anderem Starts von Kampfflugzeugen mit größerer Waffenlast und mehr Treibstoff.
Die "Fujian" ist ein wichtiger Bestandteil der militärischen Aufrüstung Chinas, in die das Land seit Jahren massiv investiert. Bislang gehörten zur chinesischen Flotte zwei Flugzeugträger: die 2012 in Dienst gestellte "Liaoning" - die noch in der Sowjetunion gebaut worden war - sowie die "Shandong", die 2019 in Dienst gestellt wurde. Auch mit dem neuen Flugzeugträger liegt China noch weit hinter den USA, deren Marine über elf Flugzeugträger verfügt.
Bereits vor ihrer Indienstnahme war die "Fujian" mehrfach in den Schlagzeilen gewesen: Im September fuhr durch das Schiff die Straße von Taiwan, die Festlandchina von der demokratisch regierten Insel trennt. Die chinesische Marine schrieb von "wissenschaftlichen Forschungstests und Übungseinsätzen". Im September verbreitete die chinesische Regierung Aufnahmen von Starts und Landungen mehrerer Kampfjets, darunter J-35-Tarnkappenflugzeuge jüngster chinesischer Bauart.
A.Santos--PC