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Patzer am Start: Gold für Loch schon in weiter Ferne
Für Rennrodler Felix Loch scheint der Traum von der dritten olympischen Goldmedaille im Einsitzer schon früh geplatzt zu sein. Nach einem Patzer am Start liegt der Altmeister (36) aus Berchtesgaden nach dem ersten Lauf in Cortina d'Ampezzo bereits fast eine halbe Sekunde (+0,494) hinter dem führenden Weltmeister Max Langenhan, der direkt ein Ausrufezeichen setzte und als erster Starter eine Traumzeit in das Eis im neu gebauten Cortina Sliding Centre zauberte.
Loch, der nach einer starken Weltcup-Saison mit vier Siegen in sieben Rennen als Mitfavorit angereist war, liegt bei seinen fünften Olympischen Spielen nur auf Rang neun und schüttelte im Zielbereich frustriert den Kopf. Beim Start war er direkt rechts in die Bande gefahren, das kostete im Verlauf der Bahn Zeit. Langenhan führt hauchzart vor dem Österreicher Jonas Müller (+0,035), Dritter ist der Italiener Dominik Fischnaller (+0,161). Der Chemnitzer Timon Grancagnolo (+0,482) liegt noch vor Loch auf Rang acht.
Loch droht bei Olympischen Spielen die dritte große Enttäuschung in Folge. 2018 hatte er in Pyeongchang nach einem Fehler im vierten Lauf das sicher geglaubte Gold aus der Hand gegeben, vor vier Jahren in Peking landete er auf dem undankbaren vierten Rang. 2010 und 2014 hatte er im Einsitzer jeweils Gold gewonnen.
Langenhan hingegen peilt sein erstes olympisches Edelmetall an. 2022 in Peking war er bei seiner ersten Teilnahme auf Rang sechs gefahren. Als erster Starter legte er einen fehlerfreien Lauf hin und stellte einen Bahnrekord auf der jungen Bahn in Norditalien auf.
Ferreira--PC