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Sicherheitsexperte sieht Deutschland schlecht vorbereitet auf Cyberangriffe
Der IT-Sicherheitsexperte Markus Beckedahl sieht Deutschland schlecht gegen Cyberangriffe gerüstet. "Ich fürchte, wir sind darauf ganz schlecht vorbereitet", sagte er am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". In der Vergangenheit sei zu wenig Wert auf Verschlüsselung und Sicherheit gelegt worden. Es gebe ein "Kompetenzwirrwarr" zwischen den verschiedenen Behörden. Dadurch fehle es an einer zentralen Koordinierung. "Diese Fehler rächen sich heute", sagte Beckedahl.
Auch heute werde zu wenig in IT-Sicherheit investiert. Jeder Angriff auf die Institutionen sei ein Angriff auf die Demokratie. Er forderte mehr zentrale Kompetenzen, besser ausgestattete Behörden und Unabhängigkeit von US-Infrastrukturen.
Das deutsche Innenministerium schaffe im Namen der Sicherheit Unsicherheit, kritisierte Beckedahl. Es halte Schwachstellen zurück, um sie für Staatstrojaner zu nutzen. Diese würden von kriminellen Hackern ausgenutzt.
"Wenn uns jemand richtig angreifen würde, wären wir erstmal hilflos und kopflos", warnte Beckedahl. Deutschland gehöre zu den am meisten angegriffenen Ländern in der EU. Am Dienstag veröffentlicht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seinen aktuellen Bericht.
A.Motta--PC